Kritik zu: Faust
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Der „Faust“ reicht dennoch nicht an seine beiden Arbeiten aus der vergangenen Spielzeit („Karamasow“ und „Die Kabale der Scheinheiligen“) heran, die seinem Star-Aufgebot noch wesentlich mehr Gelegenheit gaben, in Kabinettstückchen zu glänzen, weit weniger Längen hatten und auch konzeptionell schlüssiger waren.
Wie bei den meisten Volksbühnen-Inszenierungen dieser Spielzeit von Marthaler bis Pollesch durften auch hier Gags über den Nachfolger Chris Dercon nicht fehlen. Statt subtiler Pointen blieb es aber bei recht faden Witzen. Weiterlesen
Kritik zu: Dickicht
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Leider werden diese Schauspielerinnen und Schauspieler in ein verkopftes Regie-Korsett hineingespresst: Im Hintergrund ein Stummfilm-Video mit stark überzeichneten Grimassen im Stil des Expressionsmus abgespult wird, vorne stehen die schwarzen Schatten der Schauspieler und sprechen den Text ein. Ob die Lippenbewegungen halbwegs synchron sind, ist an diesem Abend einerlei.
Das Publikum quält sich durch zähe zwei Stunden, die gefühlt viel länger dauern, wird wieder vom Eckkneipen-Qualm zugestunken, der in den Gorki-Inszenierungen zur traurigen Gewohnheit zu werden droht, und bekommt ganz am Ende immerhin noch einen interessanten Interpretationsansatz geboten. Baumgarten konzentriert sich auf rassistische Motive in dem Stück und überblendet den  Lynch-Mob, der gegen den Malaien Shrink wütet, mit SPIEGEL-TV-Aufnahmen der Ausschreitungen im August 1992 vor dem vietnamesischen Wohnheim in Rostock-Lichtenhagen. Weiterlesen
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Sabin Tambrea, eine der großen Entdeckungen von Claus Peymanns Ära, gibt der Titelfigur eine Aura der Zerbrechlichkeit, die schon während der knapp zwei Stunden über manche Längen hinweg tröstet. In der Schluss-Szene balanciert er auf einem Drahtseil, zur Cat Stevens-Hymne „If you want to sing out“ aus dem Film „Harold and Maude“ strömt das ganze Ensemble zu einer heiteren, kurzen Utopie eines glücklicheren Lebens zusammen, die jäh und tödlich endet.
Dieses Schlussbild von Peymann, Freyer und Tambrea wird in Erinnerung bleiben und läutet die letzten Wochen der aktuellen Direktion am Schiffbauerdamm ein, die sich für die Zielgerade mit „Die Danksager“ von Leander Haußmann und Sven Regener im April und dem Gespräch Gysi trifft Peymann im Mai noch einiges vorgenommen hat. Weiterlesen

 

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