Kritik zu: Winterreise
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„Winterreise“ wirkt vor allem in der zweiten Stunde noch etwas unfertig: mehr wie eine Stoffsammlung, die noch einige Striche und Feinschliff vertragen könnte. Aber das Grundkonzept, den (wie von Ronen gewohnt oft bewusst-naiv überzeichneten) Außenblick der Neuankömmlinge auf unsere Gesellschaft mit ihren Fluchterfahrungen zu bündeln, ist stark genug, über diese Schwächen hinwegsehen zu lassen.
Auch wenn „Winterreise“ nicht Yael Ronens bester Abend ist, die mit „Common Ground“ und „The Situation“ immerhin schon 2 x in Folge zum Theatertreffen eingeladen war, ist dies eine der sehenswerteren Inszenierungen in der aktuellen Gorki-Spielzeit, die schwächer ausfällt als wir es aus den vergangenen Jahren gewohnt sind. Weiterlesen
Kritik zu: Baal
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{Mosbach} trägt diese „Baal“-Inszenierung und spielt die Titelfigur als animalischen Verführer, der auch mal ins Publikum geht und eine Frau auf die Bühne holen will, die sich jedoch hartnäckig weigert. Er benutzt die Menschen um sich herum und wirft sie weg, wenn er den Spaß an ihnen verloren hat. Die Bühne wird zu einer regendurchtränkten Lehmgrube. Ansonsten werden die Durstrecken der Inszenierung noch mit einigen Insider-Gags aufgelockert: Baal ritzt sich die Stirn im Stil von Rainald Goetz damals beim Bachmann-Wettbewerb auf, spielt auf Thomas Brasch an und lässt sich in einer längeren Szene über den Wechsel an der Spitze des Hauses von Peymann zu Reese und die vieldiskutierte prekäre Vertragssituation der Schauspielerinnen und Schauspieler aus. Weiterlesen
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Die Prostituierte Getsemani (Iris Becher), der Reinigungschef Octavio (Ulrich Hoppe), der neurotische Museumswächter Lazar (Lukas Turtur) oder die pädophile Lehrerin Hadewijch (Veronika Bachfischer) werden vom Zeremonienmeister Combeferre (Renato Schuch) angeleitet, Szenen aus ihrem Leben nachzuspielen. Außerdem kontrastiert Liddell das bildungsbürgerliche Erbe Europas (die Aufklärung Diderots, den Gesellschaftsvertrag Rousseaus, die Barockmusik Rameaus) mit einer Dystopie eines abgeschotteten Kontinents, der alle Flüchtlinge erfolgreich ausgesperrt, die Kriminalität eliminiert hat und zum Hochsicherheitsgefängnis erstarrt ist. Diese einzelnen Teile des mit fast drei Stunden zu langen, sehr holprigen Abends ergeben jedoch kein schlüssiges Ganzes. Weiterlesen

 

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