Kritik zu: Peng
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Das erste Problem dieses Abends zeigt sich recht früh, nämlich schon in der Geburtsszene: Sebastian Schwarz wird in einen überdimensionalen Luftballon gesteckt, aus dem er von Hebamme Schwester Hedwig (Damir Avdic als Trash-Figur mit Bart, blonder Perücke und Schwesternkittel) zur Welt gebracht. „Peng“ ist in Momenten wie diesen keine treffsichere Satire, sondern zu oft zu nah an der Klamotte. (...)
Die Stränge münden in die finale Selbst-Krönung des narzisstischen Riesenbabys zur Miss Universum, nachdem er auf wunderbare Weise ein von feministischen Parolen begleitetes Kopfschuss-Attentat überlebt hat. Bevor die Bühne im Dunkel versinkt, darf Eva Meckbach ihr aus Liederabenden und früheren Mayenburg-Inszenierungen bekanntes Gesangstalent zeigen. „Peng“ will zu viel und scheitert daran, dass die Handlungsstränge nicht stringent gebündelt werden, sondern in Kalauern über „Hugenotten“ oder „Hottentotten“ versanden. Weiterlesen
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Leider fehlt diesem Abend, was eine gelungene Castorf-Inszenierung ausmacht: die Kabinettstücken und Highlights, die unvermittelt aus dem assoziativen Mäandern auftauchen. Diese funkelnden Glücksmomente machen selbst in den sehenswertesten und gefeiertesten Castorf-Regiearbeiten höchstens 1/3 der Spielzeit auf, trösten aber über Längen, Stagnation und quälende Leere hinweg, die an keinem Castorf-Abend fehlen.
Diesmal sind die Glücksmomente trotz langjähriger Castorf-Weggefährten wie Kathrin Angerer und Georg Friedrich auf ein Minimum reduziert. Selbst Nachtkritiker Christian Rakow, dessen Abschiedsschmerz aus jeder Zeile seiner Rezension spricht, musste zugeben: „Die Inszenierung war fahrig, zerfahren, unfertig, stagnierend, mäandernd, wenngleich in ihrem Anliegen lesbar. Sie war kein Vergnügen.“ Die unbequemen Sitzsäcke taten ihr Übriges, so dass sich der Saal spürbar leerte. Weiterlesen
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Das Gorki Theater bleibt auch in der letzten Premiere dieser Spielzeit auf der großen Bühne seinen Themen treu: die Suche nach Identität, dem Grübeln über deutsche, türkische und deutsch-türkische Befindlichkeiten. Auch wenn der Text „Get Deutsch or Die tryin'“ des Studioleiters und Hausdramaturgen Necati Öziri, der im Rahmen der Schreibwerkstatt zum Thema „Flucht, die uns bedingt“ und pfiffig auf „50 Cent“ anspielt, neu ist, wirken die einzelnen Zutaten doch allzu vertraut. Der Abend entwickelt keine eigene Sprache, sondern schwingt im gewohnten Gorki-Sound.
Im zweiten Teil blendet der Abend zurück auf die Hochzeit von Adars Eltern (gespielt von Pinar Erincin und Taner Sahintürk). Regisseur Sebastian Nübling, der für kraftvolle, körperbetonte Choreographien bekannt, lässt den Abend in eine revuehafte Parodie des Kennenlernens und der Hochzeit zerfasern. Arda alias Dimitrij Schaad darf einige spitze Bemerkungen einwerfen, bevor er zu einem larmoyanten Schlussmonolog ansetzt. Die Bühne versinkt im Schwarz, nur noch die Drums sind zu hören. So endete ein Abend, dem der von Nübling erwartete Drive und die erhoffte Würze fehlten. Weiterlesen

 

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