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Zwischen Pollesch und Serres wirkt Daniela Löffners „Väter und Söhne“ am Deutschen Theater fast wie ein Kulturschock: Vier Stunden lang klassisches Schauspielertheater, ohne Schnickschnack und Fremdtext, dafür mit großem Ensemble.
Das Publikum ist ganz nah dran, sitzt auf Stühlen am Rand der Bühne. Die Schauspieler, die gerade nicht dran sind, mischen sich unter die Zuschauer und verfolgen die Dialoge über Politik, Liebe und Generationenkonflikt.(...)
Ausgiebiges Palaver an der langen Tafel wechselt mit kurzen Redegefechten im Stehen, die Waffeln duften verlockend: dennoch bleibt nach den vier Stunden der Eindruck, dass es diesen ausufernden Seelenbespiegelungen gut getan hätte, sie noch mehr zu verdichten. Diese russische Elegie bietet viele schöne Momente und auch Kabinettstückchen von Schauspielkunst, ist aber doch etwas langatmig geraten. Vor allem aus den politischen Debatten im vorrevolutionären Russland hätte das Regieteam noch mehr Funken schlagen können, während einige Tischszenen, auch wenn schon alles gesagt schien, noch weiter gedehnt wurden. Weiterlesen
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Regisseur Ronny Jakubaschk entschied sich dafür, das Ganze als Farce zu inszenieren: knallrot und giftgrün sind die dominierenden Farben. Grell geschminkte Schauspieler, die Karikaturen alpenländischer Trachtenmode tragen, stolpern durch die Jagd nach dem „Herzerlfresser“, einem Frauenmörder, der seinen Opfern das Herz herausreißt. Elias Arens spielt die Titelfigur als Mischung aus Zombie und Vampir, mit blutigen Lefzen und mahlendem Kiefer, ständig auf der Suche nach dem nächsten Opfer. (...)
„Der Herzerlfresser“ bietet knapp achtzig Minuten kurzweilige Unterhaltung. Jakubaschk vertraute seinem Regiekonzept aber anscheinend doch nicht ganz: anstatt seine Groteske als temporeiche Farce zu spielen, lässt er die Schauspieler immer wieder in stilisierte, zeitlupenartige Bewegungen verfallen, die dem ansonsten munteren Abend einiges an Schwung nehmen. Weiterlesen
Kritik zu: Nora
Die Verdopplung der Handlung auf zwei verschiedenen Zeitebenen wäre eine diskussionswürdige Idee. Es wird nur nicht klar, was das Regieteam damit bezwecken will: an diesem Abend passt einfach nichts zueinander.
Auf einige bekannte Pucher-Stilmittel ist dennoch auch bei dieser missglückten Inszenierung Verlass: die phantasievollen Kostüme von Annabelle Witt und opulenten Roben, die an diesem Abend oft gewechselt und von den Schauspielern spazieren geführt werden, sind aufwändig gemacht und ein echter Blickfang. Auch die schönen Popsongs, die bei Pucher nie fehlen dürfen und diesmal vor allem von Katrin Wichmann und Tabea Bettin gesungen werden, sorgen kurzzeitig für willkommene Abwechslung, die wenigstens für einige Augenblicke die Tristesse der schwer erträglichen Dialoge durchbrechen.
Für diese Gesangseinlagen gab es mehrfach verdienten Szenenapplaus. Ebenso berechtigt waren aber die lauten Buhrufe, als das Regieteam nach achtzig Minuten verschenkter Lebenszeit auf die Bühne kam. Weiterlesen

 

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