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Regisseur Ronny Jakubaschk entschied sich dafür, das Ganze als Farce zu inszenieren: knallrot und giftgrün sind die dominierenden Farben. Grell geschminkte Schauspieler, die Karikaturen alpenländischer Trachtenmode tragen, stolpern durch die Jagd nach dem „Herzerlfresser“, einem Frauenmörder, der seinen Opfern das Herz herausreißt. Elias Arens spielt die Titelfigur als Mischung aus Zombie und Vampir, mit blutigen Lefzen und mahlendem Kiefer, ständig auf der Suche nach dem nächsten Opfer. (...)
„Der Herzerlfresser“ bietet knapp achtzig Minuten kurzweilige Unterhaltung. Jakubaschk vertraute seinem Regiekonzept aber anscheinend doch nicht ganz: anstatt seine Groteske als temporeiche Farce zu spielen, lässt er die Schauspieler immer wieder in stilisierte, zeitlupenartige Bewegungen verfallen, die dem ansonsten munteren Abend einiges an Schwung nehmen. Weiterlesen
Kritik zu: Nora
Die Verdopplung der Handlung auf zwei verschiedenen Zeitebenen wäre eine diskussionswürdige Idee. Es wird nur nicht klar, was das Regieteam damit bezwecken will: an diesem Abend passt einfach nichts zueinander.
Auf einige bekannte Pucher-Stilmittel ist dennoch auch bei dieser missglückten Inszenierung Verlass: die phantasievollen Kostüme von Annabelle Witt und opulenten Roben, die an diesem Abend oft gewechselt und von den Schauspielern spazieren geführt werden, sind aufwändig gemacht und ein echter Blickfang. Auch die schönen Popsongs, die bei Pucher nie fehlen dürfen und diesmal vor allem von Katrin Wichmann und Tabea Bettin gesungen werden, sorgen kurzzeitig für willkommene Abwechslung, die wenigstens für einige Augenblicke die Tristesse der schwer erträglichen Dialoge durchbrechen.
Für diese Gesangseinlagen gab es mehrfach verdienten Szenenapplaus. Ebenso berechtigt waren aber die lauten Buhrufe, als das Regieteam nach achtzig Minuten verschenkter Lebenszeit auf die Bühne kam. Weiterlesen
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Wie bei Castorfs Volksbühnen-Exzessen üblich wird das Geschehen über weite Strecken mit Livekamera gefilmt und auf die Leinwand übertragen. Auch das oligatorische Zetern, Kreischen und Brüllen fehlt nicht, angereichert mit einer Prise Selbstironie, als ein Schauspieler ins Publikum fragt: Glauben Sie denn, dass uns dieses ständige Brüllen Spaß macht?!
Das Fazit der sechseinhalb Stunden fällt ähnlich wie bei Thorsten Lensings Inszenierung in den Sophiensaelen vor einem Jahr aus: die Regisseure nutzen den Karamasow-Wälzer als Steinbruch und picken sich einige Motive heraus. Zwischen Langeweile und Schreiduellen blitzt hin und wieder ein Kabinettstückchen auf. Eine wirklich überzeugende Adaption dieses schweren Brockens Weltliteratur für die Theaterbühne steht aber noch aus. Weiterlesen

 

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