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„Pandemie einer Wiedergängerin“ spielt mit Motiven aus dem Surrealismus, der Horror- und Splatterästhetik und lässt einen Patienten (Niko Eleftheriadis) auf eine manisch wirkende Ärztin (Marie Ulbricht) treffen. In klaustrophobischer Enge und mit literweise Kunstblut, das über dem Kopf des Patienten ausgegossen wird, arbeiten sich die beiden Spieler*innen aneinander ab. Zu rätselhaft-raunenden Textschnipseln von Natascha Gangl vervielfältigen sich die Figuren, in Reih und Glied sitzen die Replikanten. Der eigentliche Protagonist ist aber das omnipräsente Virus und die Angst davor.

Sie prägt auch den zweiten Film „COCOONING /kəˈkuːnɪŋ/“, das in den Wohnungen der Tänzer*innen gefilmt wurde. Wir erleben ein Panorama hektisch zuckender Gliedmaßen aus Küchen, Badezimmern und Kellern. Als Kontrapunkt und Running-gag baute das Ensemble die Zuckerwatte ein, die nach einer Legende von einem Zahnarzt erfunden wurde und in die sich die Tänzer*innen wie in einen Kokon einspinnen.

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Krzysztof Kieslowskis berühmte zehnteilige TV-Serie, in der er kurz vor dem Zusammenbruch des sozialistischen Systems in Polen anhand von zehn einstündigen Episoden grundlegende religiöse Fragen und moralische Dilemmata verhandelt, reizt Theatermacher immer wieder zu Adaptionen.

Zuletzt ließ sich Christopher Rüping von dem Stoff während des Lockdowns für zehn kurze Online-Episoden am Schauspielhaus Zürich inspirieren, die technisch unausgereift waren und mangels Proben- und Vorbereitungszeit oft oberflächlich blieben.

Aber auch die Ingolstädter Inszenierung von 2017, die Nachtkritik in einem - vor allem im letzten Drittel schlecht ausgeleuchteten - Mitschnitt präsentierte, konnte nicht überzeugen. Alexander Nerlich komprimierte die zehn Filmstunden auf zweieinhalb sehr lange Theaterstunden, bei denen sich eine Miniatur an die nächste reiht. In einem unwirtlichen Kellerraum voller realsozialistischer Hässlichkeit, den Wolfgang Menardi, einer der interessantesten Bühnenbildner der Theaterszene, für das Kleine Haus des Stadttheaters Ingolstadt gestaltet, arbeiten sich die Figuren aneinander und an ihren Skrupeln ab. Episode reiht sich an Episode. Was beim Bingewatchen oder etappenweisen Gucken einer Serie gut funktioniert, gerät hier an seine Grenzen. Ermüdend eintönig schleppt sich der schwere Brocken dahin.
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Die Abschieds-Spielzeit von Intendantin Anna Badora endete wegen des Corona-Lockdowns vorzeitig. Das Wiener Volkstheater streamte allerdings besonders fleißig und produzierte im Juni noch die unterhaltsame Revue <Alles geht! - Der Film> aus den Werkstätten des Theaters.

Knapp eine Stunde lang präsentiert sich das Ensemble mit einem Best-of der Songs aus den Inszenierungen der vergangenen Jahre: mit viel Humor und Wiener Schmäh. Zu erleben sind u.a. der <200 Prozent>-Rap aus <Verteidigung der Demokratie>, die herrlich-böse Hubert von Goisern-Überschreibung <Weit, weit rechts> aus <Gutmenschen>, die auf die damalige schwarz-türkise Regierung zielte, und ganz zum Schluss die David Bowie-Hymne <Heroes> aus dem <Lazarus>-Musical.

 

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