Kritik zu: Diebe
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Ein großes Mühlrad, das an die mittelalterlichen Darstellungen der Räder des Schicksals anknüpft, dreht sich unerbittlich im Zentrum der Bühne. Mit jeder Umdrehung spuckt es die Protagonisten aus, die sichtlich um Halt ringen. Die kleinen Miniaturen zeigen Menschen, die verängstigt und desillusioniert sind. In geduckter Haltung schleichen sie durch ihr Leben, träumen von einer glücklicheren Zeit, stecken aber doch im Morast ihrer beengten Verhältnisse fest.

Die Grundstimmung dieser Miniaturen und taumelnden Gestalten schwankt zwischen Melancholie und Aberwitz, angesichts der Länge von fast 4 Stunden hätten einige Striche in der Textfassung den Theaterabend noch dichter gemacht.

Eingeladen zum Theatertreffen 2010.

Komplette Kritik
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Das Besondere an diesem voluminösen Abend ist, dass es Regisseur Luk Perceval, Dramaturgin Christina Bellingen und ihrem Schauspielerensemble um Barbara Nüsse, Gabriela Maria Schmeide und Mirco Kreibich gelingt, das Publikum nicht mit bleierner Schwere zu erdrücken. Als zentrale Themen werden Widerstand, Verrat und Folter verhandelt: Wie reagieren die Figuren unter totalitärer Repression? Die Kleinganoven lavieren sich durch, die meisten passen sich an, eine überraschende Wandlung erlebt der für seine Strenge gefürchtete Kammergerichtsrat Fromm, der den Widerstandskämpfern hilft, da er sich der Idee der Gerechtigkeit verpflichtet fühlt.

Neben den beklemmenden Momenten, die bei diesem Stoff zwangsläufig sind, gab es für das Publikum auch heitere Szenen, so dass trotz des düsteren Titels Jeder stirbt für sich allein beim Theatertreffen 2013 erstaunlich viel gelacht wurde.

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Kritik zu: Hamlet
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Luc Perceval inszenierte den Hamlet zur Spielzeiteröffnung 2010 als sehr stilisierten, düsteren Totentanz. Die Szenen versinken im Halbdunkel und Zeitlupen-Tempo, werden oft auch komplett eingefroren. Dirk Pilz brachte die am Reißbrett konstruierte Machart der Inszenierung in der NZZ gut auf den Punkt: Die Figuren: mehr Chiffren als Charaktere. Die Sprache: ein Kunstprodukt. Die Szenen: eher Installationen als Interaktionen.

Die Zerrissenheit des  spiegelt, dass er auf zwei Spieler aufgeteilt wird: Josef Ostendorf, der mit überdehntem Leiern das Regiekozept noch radikalisiert, und Jörg Pohl als junger Springteufel. Die Mausefallen-Szene spielt Mirco Kreibich als Slapstick-Solo.

Ein Abend, der sehr polarisierte und seine Kunstanstrengung demonstrativ vor sich herträgt.

 

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