0 von 0 Personen fanden die Kritik hilfreich
Das Zentrum dieses Abends ist Lina Beckmann, die im Anschluss mit dem 3sat-Preis ausgezeichnet wurde. Ihre Ella ist ebenso wie alle Figuren um sie herum eine Verzweifelte, die sich viel mehr vom Leben erhofft hat und mit aller manipulativen Gewalt versucht, sich das zu nehmen, was ihr vermeintlich zusteht.

Sie stolpert und stakst als Tante Ella durch Karin Henkels" rel="nofollow" >Karin HenkelsJohn Gabriel Borkman, zerrt an ihrem bedauernswerten Neffen Erhart (Jan-Peter Kampwirth) und liefert sich ein sehr unterhaltsames Duell mit Zwillingsschwester Gunhild (Julia Wieninger). Im langen, begeisterten Schlussapplaus des Festspielhaus-Publikums ging die Schlusspointe bei manchen Zuschauern wohl unter: „Das ist mein Applaus!“, „Nein, meiner!“, fauchen sich die beiden Rivalinnen auch beim Verbeugen an der Rampe noch an, nachdem sie sich fast zwei Stunden in den Haaren gelegen haben.

Die Stärke dieser Inszenierung des Deutschen Schauspielhauses Hamburg ist, dass die Abgründe und die ernsten Themen, die Ibsens Drama verhandelt, hinter der Komik immer sichtbar bleiben.

Komplette Kritik
Kritik zu: Die Ratten
0 von 0 Personen fanden die Kritik hilfreich
Eine der stärksten Inszenierungen von Michael Thalheimer. Eine zentrale Rolle spielt die nur knapp 1,60 m hohe Bühne: die Figuren können nicht aufrecht stehen und nur gebückt agieren. Dadurch wird um so deutlicher, wie sehr es in ihnen brodelt und wie starker Druck auf ihnen lastet. Die WELT schrieb damals treffend: Da ducken sich lauter Kraftpakete sprachlich-gestischer Energie an der düster dräuenden Absturzrampe. Die FAZ ergänzte, dass wir lauter Gespenster mit Genickstarre. Gekrümmte, Gepresste erleben.

Von dem Abend, der verdientermaßen zum Theatertreffen 2008 eingeladen wurde, bleibt vor allem die starke Ensemble-Leistung mit Constanze Becker (als Frau John), Regine Zimmermann (als Paulina Piperkarcka), dem zu früh verstorbenen Sven Lehmann (als John) und Niklas Kohrt (als Bruder) in Erinnerung.
Kritik zu: Odem
0 von 0 Personen fanden die Kritik hilfreich
Rätselhaft-sperrige Versuchsanordnung "für drei Androiden und eine Nonne".

Das Bühnenbild und die Kostüme von Josa Marx hat hohen Wiedererkennungs-Faktor: der Nebel-Gothic-Zombie-Stil ist bereits aus vielen Settings bekannt, die Marx gemeinsam mit Wilke Weermanns Partner Ersan Mondtag konzipiert hat.

Die Androiden quälen sich mit ruckelnden, extrem stilisierten Bewegungen durch einen 100minütigen Abend auf der Kellerbühne in Kassel, der selbstreferentiell um Anspielungen auf Frankenstein kreist, dem es aber an Reibung und Energie fehlt.

Weermanns Inszenierung ist noch stilisierter als von Mondtag gewohnt, allerdings auch musikalischer. Für diesen Part ist vor allem Lona Culmer-Schellbach als Nonne zuständig.

 

Preis: €14,95 €11,95

UNSERE BÜCHER
ALS PDF-DATEI

AUSWAHL

 

Preis: €14,95 €11,95

 

DAS KÖNNTE DICH AUCH INTERESSIEREN





AUF DER BÜHNE © 2020

AUF DER BÜHNE

Auf der Bühne

TICKETS KAUFEN
eventim


PDF-Datei: 11,95 € 8,95 €
Weitere Formate
auf Amazon:
Kindle Ebook
Taschenbuch

WEITERE BÜCHER


ANZEIGE

3.3
Durchschnittsnote aller Stücke
5 818+
4 1835+
3 1610+
2 997+
1 419+
Kritiken: 2693

PDF-Datei: 22,60 € 16,95 €

Weitere Formate auf Amazon:
Kindle Ebook - Taschenbuch


UNSERE BÜCHER ALS PDF-DATEI

AUSWAHL


ANZEIGEN

BUCH ALS PDF-DATEI
Toggle Bar
X

Right Click

No right click