0 von 0 Personen fanden die Kritik hilfreich
Björn SC Deigners Text <In Stanniolpapier> überzeugte 2018 die Jury der Autorentheatertage am Deutschen Theater Berlin. Als eines der drei Gewinnerstücke sollte es bei einer Uraufführung präsentiert werden. Sebastian Hartmann strich den Text bis auf wenige Motive zusammen und inszenierte eine fiebrige, waghalsige Tour de force, die sich weit von der Vorlage entfernte.

Das sozialrealistische Drama über eine Sexarbeiterin ist jetzt als Musical zu erleben. Der 2. Jahrgang des UdK-Studiengangs schlüpft in Fetisch- und Rotlichtmilieu-Outfits, wechselt blitzschnell zwischen den Rollen und liefert eine Talentprobe.

Der Plot aus Deigners Stück bleibt diesmal erhalten und wird von einem leider etwas zu beliebig anmutenden Stil-Mix-Potpourri aus Musical-Klassikern, Walzer-Seligkeit und Brecht/Weill-Couplets unterlegt.

Schade ist, dass dieser Stream der UdK bei der technischen Ausstattung und den Kameras natürlich nicht mit den großen Bühnen mithalten kann. Die Musical-Revue wird ihre Wirkung erst richtig entfalten können, wenn sie vor Publikum im Saal aufgeführt werden kann.
0 von 0 Personen fanden die Kritik hilfreich
In eleganter Abendrobe deklamiert Katharina Marie Schubert bei mehreren Kurzauftritten einige Kassandra-Fragmente. Der Rest der sehr assoziativen, nur 27 Minuten kurzen Theaterfilm-Collage kreist um Zitate berühmter Denker und Schriftsteller von Friedrich Nietzsche bis Milan Kundera. Einige Comedy-Szenen, die auf einem Campingplatz in Mecklenburg-Vorpommern gedreht wurden, werden eingeflochten, eine dreiköpfige Band steuert Popsongs bei.

Wie die <Kassandra>-Inszenierung, die Stefan Pucher in dieser Spielzeit auf der Bühne präsentieren sollte, die aber den widrigen Umständen von monatelangem Lockdown und jähem #metoo-Ende der Volksbühnen-Intendanz von Klaus Dörr zum Opfer gefallen ist, lässt sich nach diesem kleinen Online-Appetithäppchen nicht erahnen.
0 von 0 Personen fanden die Kritik hilfreich
Sibylle Berg spielt in ihrer <Lysistrata>-Übermalung mit den Geschlechterrollen, rechnet mit dem Patriarchat ab, das sie ins Museum schickt, wodurch aber auch kein paradiesischer Zustand entsteht.

Bei der deutschsprachigen Erstaufführung dieses Stücks als Stream aus dem Badischen Staatstheater Karlsruhe fehlen Tempo und bissiger Witz, der die besten Berg-Texte auszeichnet. In den 90 Minuten umkreist ein dreifacher <Bernd> die <Lysistrata> und die an ikonische Rolling Stones-Plattencover erinnernde Bühnenbild-Zunge.

Bei seinem Regie-Debüt lockert das Duo Nele Lindemann/Fabian Groß das gefilmte Bühnengeschehen mit einigen Videos und optischen Tricks wie der Vervielfachung der Lysistrata auf. Die letzte Schärfe und Würze fehlt ihrem Stream-Menü, der ironisch-tänzelnde Spielstil wirkt brav.

 

Preis: €14,95 €11,95

UNSERE BÜCHER
ALS PDF-DATEI

AUSWAHL

 

Preis: €14,95 €11,95

 


DAS KÖNNTE DICH AUCH INTERESSIEREN





AUF DER BÜHNE © 2021

AUF DER BÜHNE

Auf der Bühne

TICKETS KAUFEN
eventim


PDF-Datei: 11,95 € 8,95 €
Weitere Formate auf
Amazon & Google:
Kindle eBook
Taschenbuch
Google eBook

WEITERE BÜCHER


ANZEIGE

3.3
Durchschnittsnote aller Stücke
5 857+
4 1903+
3 1709+
2 1107+
1 429+
Kritiken: 3019

PDF-Datei: 22,60 € 16,95 €

Weitere Formate auf Amazon & Google Play:
Kindle eBook - Taschenbuch - Google eBook


UNSERE BÜCHER ALS PDF-DATEI

AUSWAHL


UNSER PARTNER

BUCH ALS PDF-DATEI
Toggle Bar
X

Right Click

No right click