0 von 0 Personen fanden die Kritik hilfreich
Nachdem ich in den letzten Tagen bereits eine Veranstaltung für mein Herz („Der kleine Prinz“), für meine Augen und Ohren („Ballet Revolución“), für meine Seele („Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“) besucht hatte, war es an der Zeit, meinen Gaumen und meine Lachmuskeln zu verwöhnen. Wie viele von Euch wissen, bin ich ein sehr großer Fan der italienischen Kultur. Ich liebe einfach Italien, die Menschen, die italienische Musik und natürlich das italienische Essen. Es musste also eine himmlische Fügung sein, dass ich am Freitag, den 29. Dezember 2017, die italienische Dinnershow „Oh Dio Mio“ besuchen konnte, denn hier wird alles, was ich an Italien liebe, in einer Show vereint. 

Doch zuerst muss ich Euch genau den Veranstaltungsort vorstellen, in dem ich gestern zum ersten, aber ganz sicher nicht zum letzten Mal war: 
Das Queens 45 BC ist eine originale 20-er Jahre-Eventlocation in Berlin. In der zugleich sehr edlen aber auch rustikalen Location werden Hochzeiten, Konferenzen, große und kleine Events und Workshops veranstaltet. Quenns 45 BC besteht aus einer rustikalen Berliner Destille mit einem großen Tresenbereich und verschiedenen Bildern aus den Goldenen Zwanzigern und den Dreißigern, darunter von Marlene Dietrich; einer Champagner Bar mit Kronleuchtern im Art-Déco-Stil und lederbezogenen Bänken, einem eleganten Grünen Salon mit Parkettboden und dem großen Saal. 
In dem großen Saal, einem originalen 20-er Jahre-Ballsaal mit langen Tafeln, sehr hohen Decken und Kristall-Kronleuchtern fand auch unsere Show statt. 

Um 18 Uhr, eine Stunde vor Showbeginn, wurden wir von einer freundlichen Servicekraft mit einer Fliege zu der schön gedeckten Tafel geführt. Wir saßen am Tisch 12 und hatten eine wundervolle Sicht auf die Bühne. Die Vorspeise, eine gegrillte Gemüse-Variation an Rucola-Salat, stand schon für jeden Gast bereit. 
Nach der ersten Stärkung setzten wir uns mit der Abfolge des mediterranen Showmenüs des Chefkochs „Signore Matteo“ auseinander: In der Pause sollte es den Hauptgang, Pasta Duo (Penne Bolognese und Ricotta-Spinat Ravioli), geben. Nach der Show würden wir das Dessert Trio (Panna Cotta al Limone mit Mini-Cannolo und Praline) serviert bekommen. 
Kurz vor der Show kam Claudio Maniscalco, der Ideengeber für die Show und der Texter der Showsongs, auf die Bühne, begrüßte das Publikum und stimmte es auf die Show ein. 

„Oh Dio Mio“ handelt von dem Pfarrer Paolo, der aus dem Vatikan verbannt und in das kleine Dorf Monte Pellegrino strafversetzt wurde, weil er die vatikanischen Regeln nicht konsequent umsetzte. Dort begegnet Paolo Peppina seiner Jugendliebe, die einst sein Herz verschmäht hat und ihn aber jetzt zurückhaben möchte. Wird es ihr gelingen, das Herz des Pfarrers zu erobern? Und welche Rolle spielt dabei das Ehepaar Giuseppe und Isabella? 

Padre Paolo wird sehr überzeugend von Claudio Maniscalco, dem Darsteller aus vielen beliebten TV-Formaten, verkörpert. Die Beichten der Dorfbewohner findet er langweilig, während die Beichten im Vatikan höchst interessant waren. Paolo ist nur Pfarrer geworden, um seine Jugendliebe Peppina zu vergessen. Und ausgerechnet jetzt begegnet er ihr. Als Zuschauer nimmt man ihm den inneren Konflikt ab, schließlich ist er nicht nur ein Pfarrer, sondern noch immer ein Mann. 

Pascale Camele hat mich in ihrer Rolle der heißblütigen Peppina an diesem Abend begeistert. Sie spielt perfekt die verführerische und kokette Sirene, die mit allen Reizen, die eine Frau zu bieten hat, den „armen“ Paolo verführen möchte. Auch stimmlich beeindruckt Pascale Camele auf ganzer Linie, aber schließlich hat die Darstellerin auch schon viele namhafte Musicalrollen gespielt, darunter Sally Bowles im Musical „Cabaret“. 

Das absolute Schmuckstück an diesem Abend war für mich Susanna Capurso, die vielen als Sabrina Scholz aus der „Lindenstraße“ bekannt ist. Sie geht in ihrer Rolle der temperamentvollen und eifersüchtigen Ehefrau Isabella auf. Stellt man sich eine typisch italienische Ehefrau vor, so hat man genau diese Figur vor Augen. Nach der Show musste ich daher meine persönliche Begeisterung der Musicaldarstellerin unbedingt mitteilen. In diesem kurzen Gespräch zeigte sich Susanna Capurso von einer sehr sympathischen Seite. 

Für viele Lacher an diesem Abend sorgte Santiago Ziesmer in seiner Rolle des stellvertretenden Vize-Stellvertreters Giuseppe, der wie eine „lahme Ente“ läuft, seine Frau Isabella zwar liebt, aber ihre Kochkünste (und das von einer Italienerin) im Geheimen ablehnt. Der Name Santiago Ziesmer ist vielen ein Begriff, denn er ist nicht nur die Synchronstimme von Spongebob, sondern spielt auch in vielen Theaterstücken mit. 

Die amüsante Handlung wird von einer vierköpfigen Live-Band musikalisch begleitet. 
Zu dem Cannoli Quartett gehören: Tobias Bartholmeß/Bijan Azadian (Piano), Paolo Eleodori (Drums), Matthias Hlebaroff (Bass/Gitarre), Harald Bendzko (Saxophon/Flöte). 
Die Kompositionen von Simon Bertling und Christian Hagitte passen zu der musikalischen Show wie die Faust aufs Auge. 

Mein Fazit: Es war eine höchst amüsante Show mit überzeugenden Darstellern, einem gut zubereiteten mediterranen Essen, schönen Stimmen und passender Livemusik. Meine Lachmuskeln und mein Gaumen wurden ausreichend verwöhnt. Die Dinnershow könnt Ihr noch am Samstag, den 20. Januar 2018, um 19 Uhr im Queens 45 BC besuchen. Der Eintritt zur Show inklusive einem Drei-Gänge-Menü kostet 49 Euro. 

© E. Günther ("Mein Event-Tipp")
0 von 0 Personen fanden die Kritik hilfreich
Was gehört für Euch zum Winter in Deutschland? Im Schnee spielen? Kekse backen? Einen Weihnachtsmarkt besuchen? Glühwein trinken? Oder mit der Familie zusammen sitzen und bei interessanten Gesprächen üppig essen? Für mich ist es der Märchenklassiker „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“ nach der gleichnamigen Erzählung der tschechischen Schriftstellerin und Märchensammlerin Božena Němcová , der immer pünktlich zur Winterzeit im Fernsehen läuft. Und wie letztes Jahr machte der Friedrichstadt-Palast aus dieser Tradition auch dieses Jahr etwas Besonderes. Aber diesmal, am Donnerstag, den 28. Dezember 2017, durfte ich ein Teil dieses besonderen Erlebnisses sein. 

Um 18.30 Uhr wurden die Türen des Friedrichstadt-Palastes geöffnet und gleich strömten begeisterte Liebhaber des Films ins Foyer, mit glitzernden Augen und rosa Wangen, was sicherlich an der Freude auf ihren Lieblingsfilm lag. 
Und um 19.30 Uhr war es endlich soweit: „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“ auf einer großen Leinwand, ca. 1,5 Stunden lang. 

Doch worum geht es eigentlich in „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“, dem tschechischen Märchenklassiker aus 1973, der noch heute ein Teil der deutschen Kultur ist? 
Die Waise Aschenbrödel wohnt nach dem Tod ihres Vaters bei ihrer strengen und kaltherzigen Stiefmutter, die das Gut von Aschenbrödels Vater an sich gerissen hat. Die Stiefmutter und ihre leibliche Tochter Dora behandeln Aschenbrödel wie eine Magd und geben ihr stets körperlich anstrengende Arbeiten. 
Im Winter kommen der König und die Königin zu Besuch auf das Gut. Doch der Prinz, den Dora unbedingt heiraten will, geht lieber währenddessen auf die Jagd. Dort begegnet Aschenbrödel dem Prinzen zum ersten Mal, in ihrer zerrissenen Arbeitskleidung. 

Dora und ihre Mutter wurden nach einer List der Mutter auf den Hofball eingeladen und wollen Aschenbrödel nicht mitnehmen. Knecht Vinzek wird in die Stadt geschickt, um für die Damen teure Kleider und Schmuck zu besorgen. Auf der Rückfahrt fallen ihm drei Haselnüsse in den Schoß. Die Nüsse bringt er Aschenbrödel mit, da sie sich von ihm gewünscht hat mitzubringen, was ihm „auf dem Weg vor die Nase kommt“. Doch die Nüsse sind verzaubert. Schafft es Aschenbrödel mit ihrem wunderschönen und freundlichen Wesen, mit den drei verzauberten Nüssen und ihren tierischen Freunden das Herz des Prinzen zu erobern? 

Das Besondere an diesem Abend war, dass der Film auf der Kinoleinwand von dem großen Orchester „Deutsches Filmorchester Babelsberg“ unter der Leitung des international bekannten Filmmusikspezialisten Helmut Imig begleitet wurde, der unsere vom Tschechen Karel Svoboda komponierten Lieblingsmelodien aus dem Filmklassiker live spielte, ein Gänsehautgefühl. 
Vor allem die Melodie, zu der Aschenbrödel auf ihrem Pferd durch den Schnee reitet, zauberte dem Publikum ein glückseliges Lächeln ins Gesicht. Und einige wischten sich bei der Melodie des Liedes "Küss mich, halt mich, lieb mich" ihre Tränen weg, denn das Märchen erzählt von der einen wahren Liebe und daran glauben wir schließlich alle. 

Am 29.12.2017 könnt Ihr in Essen und am 13.03.2018 in Frankfurt/Main diesen märchenhaften Abend erleben. Und die Berliner dürfen jetzt ein Jahr warten, bis sie wieder das folgende Rätsel lösen dürfen: 
„Die Wangen sind mit Asche beschmutzt, aber der Schornsteinfeger ist es nicht. 
Ein Hütchen mit Federn, die Armbrust über der Schulter, aber ein Jäger ist es nicht. 
Zum Dritten: Ein silbergewirktes Kleid mit Schleppe zum Ball, aber eine Prinzessin ist es nicht, mein holder Herr.“ 

© E. Günther ("Mein Event-Tipp")
0 von 0 Personen fanden die Kritik hilfreich
Nach vier umjubelten und ausverkauften Tourneen, bei denen ich diese grandiose Show schon einmal bewundern konnte, kommt Ballet Revolución mit einer neuen Show wieder nach Berlin. 
Nach dieser Ankündigung habe ich förmlich gespürt, wie mein Puls gestiegen ist, wie mein Herz schneller geschlagen hat und meine Beine auf einmal ein tänzerisches Eigenleben entwickelt haben. Ich musste also dem Lockruf des Admiralspalastes, dem Austragungsort dieser energiegeladenen Tanzshow, erneut folgen und das tat ich auch am Mittwoch, den 27. Dezember 2017. 

Bei „Ballet Revolución“ handelt es sich um KEINE Ballettshow. Sicherlich gibt es viele Ballettelemente, die die Tänzer anmutig zeigen, doch besteht die Tanzshow aus vielen anderen Tänzen: Salsa, Tango, Streetdance, Hip Hop, Contemporary, afrikanische Tanzelemente. Mal sind alle Tänzer auf der Bühne und bilden eine synchrones Bild. Mal sind es nur zwei Tanzpaare, die auf den Stühlen eine höchst erotische Stimmung entstehen lassen. Mal tanzen halbnackte und durchtrainierte Männer und lassen dabei die Herzen der Frauen höher schlagen. Jeder Tanz wird von einer unbeschreiblichen Lebensfreude der Tänzer begleitet, die den ganzen Saal ansteckt und das Publikum zum Mitgrooven auf den Stühlen bringt. Alle Tänzer, von denen jeder ein Augenschmaus ist, ergeben das Bild einer tänzerischen Perfektion, die Ihresgleichen sucht. 

Meine tänzerischen Höhepunkte in dieser Show waren: die leidenschaftlichen Paartänze zum Lied „Roxanne“, bei denen die Frauen in einem roten Kleid verführerisch mit dem Mann tanzten; die sinnlichen Tänze zweier Tanzpaare auf den Stühlen. Diese Performance auf dem Stuhl ist neben der unbändigen Lebensfreude der Tänzer ein weiteres Markenzeichen der Tanzshow „Ballet Revolución“. Und wenn man es einmal live erlebt, weiß man auch, wieso: Die knisternde Erotik überträgt sich auch auf den Zuschauer und man fühlt sich in diesem Moment auch als Zuschauer begehrenswert. 
Das weitere tänzerische Highlight war für mich der Tanz zu Ushers Lied „DJ Got Us Fallin' In Love“. Die Tänzer zeigten eine dynamische und heiße Tanznummer auf der Bühne. Am liebsten wäre ich an dieser Stelle auch auf die Bühne gesprungen und hätte mitgetanzt. 

Wie jedes Mal waren auch in dieser Show die Lieder perfekt auf die Tänze abgestimmt. Gleich zu Beginn der Show zeigte ein Musiker der Ballet Revolución- Live-Band auf den Bongos sein ganzes Können, was von den Zuschauern mit einem frenetischen Applaus gewürdigt wurde. 
Die beiden Sänger brillierten mit ihren souligen Stimmen und standen oft den berühmten Interpreten in nichts nach. Besonders haben mir die Interpretationen von Prince' „Purple Rain“ und James Browns „It's a Man's World“ gefallen. 

Der auch den deutschen Zuschauern bekannte Kostümdesigner Jorge González schuf futuristische und farbenfrohe Kostüme, die das Konzept der Tanzshow unterstützen: Kubanische Lebensfreude trifft auf das neue Zeitalter, das sowohl im Tanz als auch in der Auswahl der Musik widergespiegelt wird. 

Mein Fazit: „Ballet Revolución“ steht für erotische und hingebungsvolle Tänze, für die Vereinigung von vielen Tanzstilen, für eine anspruchsvolle Choreografie, für perfekte Akrobatik, für Rhythmus, für Sinnlichkeit, für eine gute Musik und für Lebensfreude. Am Ende gab es zurecht Standing Ovations und einen tosenden Applaus für die Tänzer, Sänger und Musiker, was mit einer zweifachen Zugabe beantwortet wurde. 
Es war ein perfekter Abend und ich kann jedem diese heiße Tanzshow empfehlen. Bis zum 31. Dezember 2017 läuft „Ballet Revolución“ noch im Admiralspalast und zieht danach nach Essen weiter. 

© E. Günther ("Mein Event-Tipp")

DVDs kaufen
3.3
Durchschnittsnote aller Stücke
5 279+
4 723+
3 644+
2 373+
1 174+
Kritiken: 892

Buch bei Hugendubel oder Amazon kaufen

HIER KÖNNTE IHRE 
WERBUNG STEHEN
ab 7,99 € / Woche
Krimibox