Kritik zu: Medea. Stimmen
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Knöcheltief im Wasser steht Maren Eggert zweieinhalb Stunden lang als Medea auf der Bühne des Deutschen Theater Berlin. Mit Jason kam Medea übers Meer als „Flüchtling“ aus Kolchis nach Korinth. Diese Fluchtgeschichte lässt sie niemals los, immer wird sie eine Fremde in Korinth sein. In ihrem Roman Medea. Stimmen hat Christa Wolf gezeigt, wie Medea ihr Fremdsein zum Verhängnis wird, weil der Fremde den sogenannten Einheimischen unheimlich ist, vor allem, wenn er sich, wie Medea, der Anpassung widersetzt. Regisseur Tilman Köhler greift mit Medea. Stimmen einen Stoff auf, der heute so aktuell wie 1996 ist. Die Premiere fand am 5. April 2018 statt. Weiterlesen →
Kritik zu: Klassenbuch
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Falls Sie kein digital native sind und erfahren wollen, wie es sich anfühlt, die „digitale Adoleszenz“ zu durchleben, bietet Ihnen das Deutsche Theater Berlin in Kristo Šagors Inszenierung des Romans Klassenbuch von John von Düffel dazu eine eindrucksvolle Gelegenheit. Wortgewandt hat von Düffel zwölf Jugendlichen, die unterschiedlicher nicht sein könnten, die Stimmen gegeben, um über ihre Erfahrungen auf der Grenze nicht nur zwischen Kind- und Erwachsensein, sondern auch zwischen digitaler und analoger Welt zu sprechen. Leider vermögen es weder die Poesie dieses Textes noch die ästhetisch sehr reizvolle Inszenierung von Kristo Šagor, darüber hinweg zu täuschen, dass eineinhalb Stunden lang vollendete Trivialität herrscht. – Analoge Langeweile. Die Uraufführung fand am 12. Februar 2018 statt. Weiterlesen →
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Mit The Who And The What ist in einer Inszenierung von Bettina Rehm das jüngste Stück des Pulitzer-Preisträgers Ayad Akhtar auf der Vaganten Bühne zu sehen. Entlang einer spannenden Familiengeschichte versucht sich das Ensemble darin an einer humorvollen Auseinandersetzung mit den Beziehungen zwischen Männern und Frauen im Islam. Die Premiere fand am 9. Februar 2018 statt.
Afzal (Jürgen Haug), pakistanisch-stämmiger Einwanderer in den USA, ist ein traditionsbewusster Muslim und Besitzer von einem Drittel der Taxis in Atlanta. Vor allem aber ist Afzal seinen zwei Töchtern Zarina (Natalie Mukherjee) und Mahwish (Sabrina Amali) seit dem Tod ihrer Mutter ein liebender und beschützender Vater. Jürgen Haug gibt ihn solide und überzeugend als selbstgefälligen Patriarchen Weiterlesen →
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