2.0/5
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Solo-Performance zu poetisch-mäanderndem Text über Unruhen in Chile 2019
  · 20.05.22
Hinter Vorhängen wird Gina Haller, Solo-Performerin des Abends und preigekrönter Jungstar des Bochumer Ensembles, erst langsam sichtbar. Sie kriecht zunächst am Boden und spricht die ersten Sätze des mäandernden, oft poetischen Textes: oft kann man sich nicht sicher sein, wer hier spricht. Haller wechselt die Rollen, durch Echos wird es noch schwerer, allen Nuancen des Langgedichts zu folgen.

„Noise. Das Rauschen der Menge“ ist ein Abend, der seinem Publikum einiges an Konzentration abverlangt. Die Rahmenbedingungen sind dafür nicht die besten: die Seitenbühne im Haus der Berliner Festspiele ist schon unter normalen Bedingungen sehr stickig, erst recht an diesem gestrigen schwülheißen, dampfigen ersten Hochsommertag des Jahres und bei einer bis auf den letzten Platz ausverkauften Vorstellung. Hier wurde „Noise“ im Rahmen des Theatertreffens 2022 gezeigt, da Manuela Infante im präpandemischen Sommer 2019 den Stückemarkt-Werkauftrag gewann, so dass sie den Abend am Schauspielhaus Bochum entwickeln und im Juli 2021 uraufführen durfte.

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