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She She Pop lassen am Berliner HAU2 den Generationen Gap tanzen
  · 20.01.22
''Es geht zum Formationstanz, was bei den Alten, die sich nach dem von den Jungen gesungenen Lana-Del-Ray-Song bewegen müssen, doch etwas ungelenk wirkt. Fast noch schlimmer wird es in der 2. Runde, in der Ausdauer gefragt ist, zum rhythmischen Techno-Sound der Jungen. Da haben diese doch etwas mehr zu bieten, auch wenn von der Seite gute Ratschläge der älteren Generation kommen. Die jungen halten dagegen, als erste Generation in eine Welt mit Ablaufdatum geboren zu sein, woran natürlich die Alten Schuld sind. Die Bilder, die auf die jeweils andere Generation projiziert werden, sind da leider wenig überraschend. Individualität und Sinn für Style der Jungen, die sich eigentlich nicht als geschlossene Generation empfinden, steht gegen die Aufzählung vergangener Kämpfe der Alten gegen das Wettrüsten und die Atomkraft.

Über dem sichtlichen Spaß am Spiel mit Orangentanz und Tauziehen, verlieren die Teams doch etwas den Faden zum diskursiven Mehrwert des Ganzen. Bei diesem lustigen Generationen-Kindergeburtstag bleibt das Publikum doch ziemlich außen vor. Die Luft ist irgendwann raus. Auch scheint der Kampf von vornherein zu Gunsten der Jungen entschieden. Bei aller gespielten Ironie, wäre das auch etwas kontraproduktiv. Man hat sich ja schließlich auch lieb. Und spätestens beim sterbenden Schwan der She-She-Pop-Dancer versinkt das Ganze im alles ausgleichenden Einerlei.'' schreibt Stefan Bock am 20. Januar 2022 auf KULTURA-EXTRA
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