Kritik zuFrankenstein
2.0/5
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Wortlastige Meta-Performance über Autorin und ihre Figuren
  · 25.09.21
Knapp zwei Stunden lang changiert der Abend zwischen den (Meta)-Ebenen: auf Florian Lösches düsterer Bühne, die nur partiell von Lichtdesigner Matthias Vogel mit grellen Lichtquadern aufgehellt wird, gleitet die sehr wortlastige und wenig spielerische Angelegenheit zwischen der Person der Autorin und der von ihr erdachten Roman-Figuren hin und her.
Das mag zwar kunstvoll gedacht sein, funktioniert aber als Theaterabend nur sehr eingeschränkt. In ständigem Wechsel bleiben die Rollen fluid. Zwar spielt am häufigsten Felix Goeser das Monster und Alexander Khuon seinen Schöpfer Viktor Frankenstein. Aber alle drei tragen weiße Kostüme und verstecken ihre Frisuren unter Glatzköpfe, die Christoph Schlingensiefs Witwe Aino Laberenz entwarf. Im Verschwimmen der Identitäten wechseln sie ihre Rollen ebenso häufig durch wie das Stück die Ebenen.

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