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Susannens Geheimnis
  · 28.04.21
''Axel Ranisch hatte das zum Brüllen komische Eifersuchtsdrama als ziemlich zeitgemäße 3-Personen-Kiste inszeniert: Michael Nagy und Selene Zanetti (als Eheleute Gil & Susanne) machen eine Paartherapie bei Heiko Pinkowski (als Psychoanalytiker Sante); das ist die Rahmenhandlung.

Sowohl die vorgefertigten Videos als auch später die mit einer Live-Kamera eingefangenen Nationaltheater-"Nebenschauplätze" klären uns darüber auf, dass Gil zwar irrsinnigerweise eifersüchtig ist, dass sich seine Susanne unerlaubt von ihm entfernen könnte, gleichsam aber eine Lustjungen-Affäre mit dem um etliche Jahre älteren Sante hat, und selbiger Sante verbringt dann wiederum etliche Freizeit mit der von ihm ebenfalls (wohl sexuell begehrten) Susanne; also schwul und bi und hetero, alles in einem, und das alles herrlichst durcheinander. Wunderbar!!!

Und die Musik des Wolf-Ferrari macht das alles umso spritziger und durchsichtiger, und sie heizt dann die Gemüter aufs Extremste auf, und es gibt Nachstellungen und Verfolgungen und Kissenschlachten und Versöhnungsszenen usw. usf. Das Bayerische Staatsorchester musizierte gut gelaunt unter dem Dirigat von Yoel Gamzou! Was für'n toller Montagabend an Entdeckungen.'' schreibt Andre Sokolowski am 27. April 2021 auf KULTURA-EXTRA
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