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Frau mit Brüdern
  · 15.03.21
''Das Bühnenbild Johannes Leiackers zeigt einen großen Einheitswohnraum mit Rosentapete, der durch eine einzige Tapetentür rechts abseits zu betreten ist, in seiner Mitte gibt es einen respektablen Bühnenausschnitt, der zu einer Art von Wintergarten auf der Hinterbühne führt, welche dann wiederum durch eine großformatige Kopie eines Gemäldes von Lorrain als abschließendem Hintergrund besticht.

Außer der emotional stark aufwühlenden Vierer-Kiste (1 Frau, 3 Brüder) gibt es Nebensächlichkeiten-Szenen: Spielmann mit Mädchen, Frühlingserwachen und/ oder Modistinnen kleiden Francesca an und aus. Sara Jakubiak brilliert als männerfressende Francesca, ihre beiden schönen großen Liebesszenen mit Jonathan Tetelman (= Paolo) sind schon hörens- und vor allem sehenswert.

Nicht minder hörens- und vor allem sehenswert sind Ivan Inverardi (= Gianciotto) und Charles Workman (= Malatestino), besonders wie der einäugige junge Bruder seinem angeblich viel hässlicheren alten Bruder die verräterische Nachricht übermittelt, dass Gianciottos angeheiratete Frau Francesca mit dem jüngsten und zugleich natürlich schönsten aller Brüder eine Sexaffäre hätte - schlussendlich metzelt der Gatte seine Gattin inkl. Bruder/ Gattinnenverführer mit 'nem Messer nieder... Großartiges Opernbreitwandkino.'' schreibt Andre Sokolowski am 15. März 2021 auf KULTURA-EXTRA
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