Kritik zuEverywoman
3.3/5
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Unprätentiöser, stiller Abend übers Sterben
  · 16.10.20
Herzstück des 80 Minuten kurzen Abends sind die Dialoge, in denen Lardi live auf der Bühne mit den Videoaufnahmen der vom nahen Tod gezeichneten Bedau interagiert. Eingerahmt werden diese Sequenzen von einem langen Monolog des Schaubühnen-Stars, in dem Lardi assoziativ mäandert und neben dem Sterben vor allem thematisiert, was das Theater für sie ausmacht: die stillen, unaufgeregten Momente, der Augenblick zwischen dem letzten Satz und dem Applaus.

„Everywoman“ vermeidet das Pathos. Mit einfachen, klaren Sätzen sehen die beiden Protagonistinnen der Tatsache des Sterbens ins Auge. Erst gegen Ende balanciert der Abend am Kitsch, als Lardi sich ans Klavier setzt, einen Bach-Choral spielt und dazu Sprühregen von der Bühnendecke rieselt.

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