Kritik zubeach house
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Eindrucksvolle Lichtinstallationen und klischeehafte Figuren
  · 03.10.20
Ramallah Aubrecht hat ein Stahl-Skelett ins Deutsche Theater Berlin gewuchtet, das fast die gesamte Breite der Bühne ausfüllt und den Spieler*innen als Labyrinth aus Stangen dient. Philipp Preuss, Hausregisseur des Schauspiels Leipzig, nutzt diese Kulisse für eindrucksvolle Lichtinstallationen. Mit wallendem Nebel, dem wummernden Sound (Alexander Nemitz) und ausgefeiltem Lichtdesign (Carsten Rüger) setzt dieser Abend ästhetische Akzente, die über inhaltliche Schwächen und die klischeehaften Figuren hinwegsehen lassen.

Preuss und sein Team lassen die Muskeln spielen und zeigen, dass sie die Klaviatur der Theatermittel beherrschen. Mit großem Aufwand erzeugen sie eine düstere Gothic-Stimmung. Doch der ganze Theaterzauber, den sie trotz Corona-Regeln auf die Beine stellen konnten, bleibt zu sehr Selbstzweck, da der Text, den die Spieler*innen sprechen müssen, nicht überzeugen kann.

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