Kritik zuDie Walküre
2.0/5
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Klavier und Koffer
  · 28.09.20
''Bevor im 3. Aufzug das Gekreische der Walküren (beim Walkürenritt) beginnt, sieht man die acht Dramatischen und Hochdramatischen dieselbe Szene vorher proben, also wie als fühlten sie sich dabei unbeobachtet; auch blättern sie vor und zurück im Walküre-Klavieraufzug, und manche tun gar so, als ob sie (auf dem Flügel, wo auch sonst) das Eine oder Andere dann von der Partitur abklimpern; mega-gääähn!

Hübsch allerdings, wie sie von ihren acht gefall'nen Helden (die nach deren Schlachten aufzulesen ihre eigentliche Arbeit war) zum Zombie-Sex gezwungen werden - aus Strafe dafür, dass sie sich schützend über ihre Schwester Brünnhilde versammelten; mit Wotan ist halt nicht gut Kirschen essen. Lauter solches spaßiges und pseudospaßiges Gelumpe.

Nein, der Regisseur weiß nicht, wohin mit seinen vielen Schnapsideen; und er wird zum Schluss der Aufführung dafür gehörig ausgebuht. Verarschen gehört zum Theater, zweifelsohne, doch es sollte irgendeine scharfsinnige, und vielleicht sogar etwas intelligentere, Bedeutung haben; falls von der Substanz her möglich.'' schreibt Andre Sokolowski am 28. September 2020 auf KULTURA-EXTRA
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