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Lina Beckmann im Zentrum des Abends
  · 13.06.20
Das Zentrum dieses Abends ist Lina Beckmann, die im Anschluss mit dem 3sat-Preis ausgezeichnet wurde. Ihre Ella ist ebenso wie alle Figuren um sie herum eine Verzweifelte, die sich viel mehr vom Leben erhofft hat und mit aller manipulativen Gewalt versucht, sich das zu nehmen, was ihr vermeintlich zusteht.

Sie stolpert und stakst als Tante Ella durch Karin Henkels" rel="nofollow" >Karin HenkelsJohn Gabriel Borkman, zerrt an ihrem bedauernswerten Neffen Erhart (Jan-Peter Kampwirth) und liefert sich ein sehr unterhaltsames Duell mit Zwillingsschwester Gunhild (Julia Wieninger). Im langen, begeisterten Schlussapplaus des Festspielhaus-Publikums ging die Schlusspointe bei manchen Zuschauern wohl unter: „Das ist mein Applaus!“, „Nein, meiner!“, fauchen sich die beiden Rivalinnen auch beim Verbeugen an der Rampe noch an, nachdem sie sich fast zwei Stunden in den Haaren gelegen haben.

Die Stärke dieser Inszenierung des Deutschen Schauspielhauses Hamburg ist, dass die Abgründe und die ernsten Themen, die Ibsens Drama verhandelt, hinter der Komik immer sichtbar bleiben.

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