Kritik zuDecamerone
3.3/5
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Hübsche Miniaturen, erst heiter-verspielt, dann melancholisch
  · 09.03.20
Kirill Serebrennikow erzählt in seiner deutsch-russischen Koproduktion in hübschen Miniaturen von Dreiecks- und Beziehungskonstellationen: erst heiter verspielt, dann melancholisch-düster.

In den ersten beiden Stunden überwiegt die Komik. Dies gilt auch gleich schon für die erste Szene, als Almut Zilcher im Turnhallen-Setting, das Serebrennikow für seinen Liebes-Reigen gewählt hat, die älteren Damen, die als Statistinnen gewonnen wurden, zu kleinen Turnübungen anleitet. Anders als Beatrice Cordua als strenge Drill-Instructorin bei Florentina Holzingers „Tanz“ hat Zilcher jedoch sehr damit zu kämpfen, die Aufmerksamkeit der Turnerinnen zu bekommen. Sie interessieren sich mehr für den attraktiven Jeremy Mockridge, der sich halbnackt neben ihnen dehnt und streckt.

Vor allem Regine Zimmermann spielt sich in den Szenen immer wieder in den Vordergrund. Sie ist es, die oft die Fäden zieht in den Liebes-Dreiecken, sich nimmt, was sie will oder ihren Ehemann mit kleinen Tricks in die Irre führt.

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