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Rausch der Goldgier
  · 05.02.20
''Videoprojektionen erzählten von Anlagemöglichkeiten. Andreas Meidinger berichtet engagiert vom krisenfesten Goldwert an der Börse. Laila Nielsen lässt einen Ballon platzen, dem flugs Goldkonfetti entweicht. Gleich darauf verkörpert sie das Stroh zu Gold spinnende Bauernmädchen, dem Rumpelstilzchen zur Hilfe kommt. Goldenes Plastikobst wird emporgereicht. „Goldfinger“ und „All that glitters ain’t gold“ werden gesungen. Das Unvergängliche und der Reinheitsgehalt des Goldes werden gepriesen.

Die Vorführung hat arge Längen und findet keinen stringenten Faden. Zahlreiche Szenen wirken langatmig. Es bleibt zu hoffen, dass das zweite Stück des Recherche-Projektes zum Gold-Mythos, Brillante Saleté - Glänzender Dreck, mehr Spannung bietet. Das Fringe Ensemble entwickelte nämlich die von der Kulturstiftung des Bundes getragene Koproduktion nicht nur mit dem Theater Bonn, sondern auch mit dem burkinischen Espace Culturel Gambidi. Brillante Saleté - Glänzender Dreck soll demnächst im westafrikanischen Land Burkina Faso gezeigt werden. Bei diesem viertgrößten Goldproduzenten der Welt werden jährlich fünfzig Tonnen Gold abgebaut. Hier betreibt die Bevölkerung die meisten Goldminen unkontrolliert, es herrscht ein Schwarzmarkt mit Kinderarbeit. Quecksilber sorgt beim Abbau regelmäßig für Umweltzerstörungen, wenn es etwa das Grundwasser verseucht.'' schreibt Ansgar Skoda am 4. Februar 2020 auf KULTURA-EXTRA
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