Kritik zuHeart Chamber
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Alles und nichts
  · 18.11.19
''Wenn man doch nicht so richtig reinkommt oder vom Hocker gehauen wird, liegt dass daran, dass Czernowins Fragment-Ästhetik, textlich wie musikalisch, eine zu willkommene Projektionsfläche für alles und nichts darstellt. Es wird Englisch gesungen, aber es ist schlechtes Englisch. Man tut, als sei die Beobachtung, dass die Liebe so ihre Tücken habe, eine brandneue Erkenntnis.

Bitter zu sehen (und zu sagen), dass endlich einmal ein Kompositionsauftrag an eine nicht unbedeutende Komponistin der Gegenwart vergeben wurde. Und dass diese hier mit den Schwergewichten Neuer Oper, die es in den vergangenen Jahren in Berlin gab (Widmann, Glanert, Rihm, Reimann etc.) nicht mithält, weil jene einfach viel weiter und anspruchsvoller ausgeholt hatten. Für mich ein Nümmerchen zu klein, das Ganze. Böser gesagt: Knapp über der Nachweisbarkeitsgrenze.'' schreibt Kai Luehrs-Kaiser auf rbbKultur
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