Kritik zuRigoletto
1.7/5
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MET-affin
  · 03.06.19
''Der Rigoletto Bartlett Shers, des ausübenden Regisseurs, entpuppte sich tatsächlich als erwartbar MET-typisches Stehkonzert vom Teuersten und Feinsten, was es so an Bühnenbild (Michael Yeargan) und Kostümen (Catherine Zuber) gab und gibt. Allgegenwärtig scheint das Mantua'sche Festsaalinnere, welches durch modernistisch anmutende "Gobelins" im Malstil von George Grosz etwas geheutigte Abänderung erfährt. Hinein und auch heraus gefahren werden - jeweils dann als Bühne auf der Bühne - Gildas Rigolettokerker und die Mordspelunke von Sparafucile. Und der Chor sowie die Hauptprotagonisten stehen halt dort drinnen irgendwie so rum oder bewegen sich, ganz notgedrungen, etwas hin und her. Falls man so was dann auf der andern Seite des Atlantik gar "Regie" zu nennen pflegt: okay. Aber dorthin wandert die Produktion demnächst nun mal genauso wie sie war und ist; und Schluss. (...)

Den für mich stärksten Eindruck hinterlässt Jan Martinik (= Sparafucile, der Auftragsmörder). Schon wie er "aus dem Nebel kommend" auftritt und mit welcher aasigen Präsenz, stimmlich UND darstellerisch, er diese Nicht-nur-Nebenrolle meistert: Gänsehaut beim Zusehen/Zuhören!! Die Herren vom Staatsopernchor und die Staatskapelle Berlin singen und musizieren italienischer als italienisch - Andrés Orozsco-Estrada dirigiert das Alles schmissig und auch ziemlich effizient.'' schreibt Andre Sokolowski am 3. Juni 2019 auf KULTURA-EXTRA
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