Kritik zuOceane
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Die Depressive
  · 04.05.19
''Sowieso scheint Oceane emotional weit weg und "abwesend" zu sein; und das allmähliche Voranschreiten ihres extremen Depressionsgrades bis hin zum Suizid per abschließlichem Gang ins Meer - fürwahr und freilich ein gefund'nes Fressen für den Tonsetzer! Obgleich man während der zwei abgespielten Stunden nichts, aber auch gar nichts aus dem (Vor-)Leben Oceanes textlich mitbekommt; Mrs. Unbekannt mitohne Flaschenpost. 

Maria Bengtsson singt und spielt mit skandinavischem Gespür für Unterkühlung in der Herzensgrube fast schon idealisch ihren dankenswerten Haupt- und Titelpart. Ihr maskulines Gegenüber findet in dem bohrend-tenoralen Impetus Nikolai Schukoffs eine passende Entsprechung. Doris Soffel ist als quasi mittellose, aber immer noch französisch sich ins jugendliche Früher 'rückträumende Hoteliersfrau zu erleben. 

Das meerrauschig aufspielende und mitunter sich in wundervolle Mini-Ostsee-Ebben flüchtende Orchester der Deutschen Oper Berlin wird dirigiert von Donald Runnicles. Und Robert Carsen hat (einschließlich der das Bühnenbild-Cinemaskope beherrschenden Meer-Videos von Rober Pflanz) schön atmosphärisch inszeniert. Ganz großartig in Allem!!!!!'' schreibt Andre Sokolowski am 3. Mai 2019 auf KULTURA-EXTRA
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