Kritik zuDer Zwerg
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Privat vor Katastrophe
  · 25.03.19
''Regisseur Tobias Kratzer kombinierte nun sowohl den Lebens- wie den Kunstteil jener zwerg-thematischen Geschichte auf schier Untrennbares miteinander: 

Vor Beginn der eigentlichen Oper lässt er Alma/Alexander angelegentlich einer fast biedermeierisch anmutenden Schülerin/Lehrer-Szene auftreten; die beiden PianistInnen Adelle Eslinger / Evgeny Nikiforov füllen ihre Doppelrolle schauspielernd UND musizierend aus - Schönbergs Begleitmusik zu einer Lichtspielscene für Orchester op. 34 dient hierzu als musikalisch einrahmender Hintergrund. Am Schluss des ca. 9 Minuten andauernden Bildes weist die Schülerin den Lehrer, dessen Sexualdrang sie auf ihrem Nacken spürt, zurecht; kippt ihn schnurstracks vom Schemel, "groß & klein" harmonisiert nach ihrer dominanten Ansicht einfach nicht... 

David Butt Philip & Mick Morris Mehnert teilen sich die Titelrolle - und während der Eine größtenteils "nur" singt (seine von ihm gemeisterte Partie: halsbrecherisch und heikel), führt ihn justament der Andere "rein" körperlicher Maßen vor; das funktioniert besonders glaubwürdig während der großen Spiegelszene, wo der Zwerg sich seines Zwergseins erstmals überhaupt bewusst wird und woran er letztlich stirbt.'' schreibt Andre Sokolowski am 25. März 2019 auf KULTURA-EXTRA
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