2.1/5
Bewertungen: 9
Rezensionen: 2
Alle Kritiken ansehen.
0 von 0 Personen fanden die Kritik hilfreich
BERlurger Puppenkiste
  · 13.03.19
''Sharon ließ seine Zauberflöte marionettisieren, alle oder fast alle hingen als Kaperletheaterpuppen in und an den Seilen, und der mit ein bisschen sprachlich Heutigem ergänzte Schikaneder-Schwachsinnssprech wurde von Kinder- oder Jugendlichenstimmen absolviert; vielleicht wollte er so das unsäglich Freimaurer'sche der letzten Mozart-Oper ad absurdum führen, keine Ahnung ob und wie oder warum. 

Julian Prégardien (Temino) klang sehr schön und schmalzig, Serena Sáenz Molinero (Pamina) sang einschmeichelnd und wurde stellenweise etwas laut, der Singschauspieler Florian Teichtmeister gab "seinen" Papageno sprechsangig, Tuuli Takala ("Zum Leiden bin ich auserkoren") war als adäquate Königin der Nacht besetzt, der Koreaner Kwangchul Youn (Sarastro) tat erbarmungslos vibrieren, Florian Hoffmann musste den Monostatos schwarzkastig hin und her robotern... 

Am erfreulichsten das Dirigat der Shooting-Starin Alondra de la Parra! Sie entwickelte den ausgewog'nen Klang der Staatskapelle Berlin bis hin zur Federleichtigkeit. Ansonsten und an sich: Ein völlig überflüssiges Produkt neuen Regietheaters.'' schreibt Andre Sokolowski am 13. März 2019 auf KULTURA-EXTRA
War die Kritik hilfreich?