3.8/5
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Schwarz-Weiß-Kabarett
  · 11.03.19
''Eine Neuinszenierung mag man "Third Generation – Next Generation" trotzdem kaum nennen, zu identisch sind die Texte, ist die Ästhetik zu "Dritte Generation". Allein der Auftritt von Dimitrij Schaad am Ende lässt ahnen, wie brisant der Abend hätte werden können. Schaad gibt vor, in Wirklichkeit Dieter Schmidt zu heißen – und seine Migrationsbiografie erfunden zu haben, um am Multikulti-Gorki-Theater zu reüssieren. Er habe sich damals dem Zeitgeist der Internationalität unterwerfen müssen. Doch jetzt, da die Willkommenskultur ins Gegenteil kippe, könne er endlich sagen, wie sehr er die Schnauze voll habe von diesen importierten Konflikten.

Mit diesem Monolog des bedenklich nach rechts rückenden Deutschen hätte man eine breite Schneise ins Heute schlagen und fragen können, was in diesem Land inzwischen wirklich schief läuft. Doch weil Schaad seinen Gorki-Kritiker gleich zum sandalentragenden Bausparer-Deppen macht, der die Kehrwoche, die Schwarzwaldklinik, Tupperdosen und die Deutschlandhymne liebt, bleibt der Abend dann doch beim schlichten Schwarz-Weiß-Kabarett stehen.

Wer "Dritte Generation" nicht gesehen hat, das Stück, das noch bis 2016 an der Schaubühne lief und mit Sprengkraft einen ganz neuen Stil des autobiografischen Inszenierens erfand, mag sich hier gut amüsieren. Für alle anderen bleibt es ein eher ratloser Aufguss des damaligen Erfolgsstücks.'' schreibt Barbara Behrendt auf kulturradio.de
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