Kritik zuBabylon
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Premierenkritik Wir von der Babylonischen Gemeinde
  · 10.03.19
''Ein schier blauschlammfeuchtes Highlight war für mich die große Euphrat-Arie (Stichwort Sintflut und die überschwemmte Zeit danach), mit der sich Mezzosopranistin Marina Prudenskaya den allergrößten Sympathiestau der ihr lauschenden und mitfühlenden (nicht nur Babylonischen) Gemeinde sicher sein konnte! Wie überhaupt - von der Besetzung her - die andern beiden Lulu-gleichen Frauen (Mojca Erdmann als Die Seele und Susanne Elmark als Inanna) selbstverständlich auch aufs Abgöttischste überzeugten und gefielen!! 

Otto Katzameier (als Der Tod) und Andrew Watts (als Der Skorpionmensch) sowie Charles Workman (als Tammu) schienen ebenso nicht fehlbesetzt. Andreas Kriegenburg (Regie) "übersetzte" die an sich nicht nacherzählbare/n Geschichte/n in die auf und ab fahrende Trümmerhaushydraulik Harald Thors; und Tanja Hofmann ließ die tollsten Kleider und Klamotten, die man sich nur denken kann, für alle auftretenden Hundertschaften schneidern. 

Kurzfazit: Weltuntergangsszenarien hatten/haben immer wieder Konjunktur, und eigentlich sollte man es allmählich leid sein, sich mit diesem depressiven Kram bis Ende seines Lebens zu befassen; irgendwie ist mir zur Abwechslung mal wieder nach dem Rosenkavalier zumute!'' schreibt Andre Sokolowski am 10. März 2019 auf KULTURA-EXTRA
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