3.4/5
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puccinis bitterschöner schmetterling
  · 03.04.17
giacomo puccini. 1858 geboren, 1924 verstorben. fuhr gern rasend sein automobil (und konnte einem dramatischen unfall nicht ausweichen). er rauchte viel und starb an kehlkopfkrebs.
ich bete puccini und sein werk an (u.a. la boheme, tosca, turandot). „manon lescaut“ berauschte mich letztes jahr und immer noch, „madama butterfly“ fliegt ebenso in hinreißende höhen und bittere tiefen. puccinis klang- und tonwelten sind zum niederknien schön. puccini-eigen.
die inszenierung von eike gramms in der staatsoper kann sich auf ein meisterwerk verlassen und braucht es nur mit zauber zu interpretieren. oksana dyka als leidende cio-cio-san entblättert ihren feurigen sopran bis in die hintersten ränge. es ist ein traum ihrer stimme durch das gesamte werk folgen zu dürfen. den geliebten pinkerton verkörperte der smarte rumäne teodor ilincai und auch sein tenor beeindruckte wohlwollend. madame schmetterlings geschichte ist bekannt. die junge japanische geisha verliebt sich in den amerikanischen leutnant pinkerton, der sie nach japanischem brauch heiratet. er verlässt sie für jahre, sie erkennt, dass die ehe nicht gültig sein wird und bedauert in den armen ihres kleinen sohnes die umstände. doch pinkerton kehrt zurück und cio-cio-san sieht die sonne aufgehen. und später untergehen, als sie nun erkennt, dass es keine zukunft geben wird, denn pinkerton und seine frau fordern nur das kind ein. cio-cio-san sieht für sich den bitteren tod als erlösung aus dem unendlichen schmerz an.
oper bedeutet drama, bedeutet wucht und schmerzen und seligkeit. das bühnenbild im japanischen stil ist eine anmutung. die südkoreanerin eun sun kim dirigierte emotional das versierte orchester und der applaus war feurig wie oksanas sopran. willkommen in der welt von puccinis opernträumen.
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