Kritik zuSalome
2.6/5
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Claus Guths erste Regiearbeit an der Deutschen Oper Berlin kommt nicht gut an beim Publikum
  · 25.01.16
''Jochanaan, Gefangener am Hof ihres Stiefvaters, bietet Salome die Chance sich gegen ihren Stiefvater aufzulehnen. Entgegen den Verboten nimmt sie Kontakt zu ihm auf. Jochanaan ist im Gegensatz zu vielen Inszenierungen von Anfang an auf der Bühne präsent, deutlich stößt er Salomes Werben zurück. Jochanaan fungiert in Guths Inszenierung zu Beginn als Anti-Vater, Salome sieht in ihm eine Erlöser- und Retterfigur. Nachdem Jochanaan Salome verstoßen hat, wird er auch zum Feind. Er bekommt dann den gleichen Anzug wie Herodes verpasst, und es ist oft nicht klar, gegen wen Salome gerade kämpft. Besonders im Tanz der Salome, den Guth als trockenen Slapstick ohne jeglichen Zauber inszeniert, verwischen sich die Grenzen. Das rauschhafte und liebestrunkene Moment in der Beziehung Salome/Jochanaan geht in Guths Versuchsanordnung zum großen Teil verloren.'' schreibt Steffen Kühn am 25. Januar 2016 auf KULTURA-EXTRA
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