Kritik zuFaust
2.8/5
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Das Leben, eine Achterbahn
  · 01.07.15
''Stölzl liefert im Grunde das ab, was er immer abliefert - reichlich Schauwert. Was aber bei Rienzi mittels eingesetzter Leni Riefenstahl-Optik ganz wunderbar funktionierte, wird dem Regisseur diesmal zum Verhängnis: Der Abend versinkt in der Flut seiner Bilder und läuft mit viel Getöse auf Grund. Und dass vor allem deshalb, weil’s an bezwingenden Inhalten fehlt. Ein kniffliges Drehbühnenkonstrukt, ein Glückshase (Sibel) und drei nackte Oberkörper (Faust, Méphistophélès, Valentin) machen halt an sich noch kein Theater. 
Das muss selbst Stölzl irgendwann bemerkt haben und verpasst uns in der Schlusskurve noch eins mit dem Holzhammer: Das Unterschichten-Gretchen fantasiert sich eine Las Vegas-Hochzeit mit Faust herbei, vernachlässigt dadurch ihr Kind und wird für dessen Tod mit der Giftspritze hingerichtet. Freilich gehen dieser Bitte um Buhs einige auf den Leim." schreibt Heiko Schon am 1. Juli 2015 auf KULTURA-EXTRA
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