2.3/5
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Wer mit wem und vor allem: warum?
  · 26.09.16
''Der Regisseur der Neuinszenierung, der vom Schauspiel kommende Robert Borgmann, tut uns seine Sicht der Dinge kund, indem er - nächste Variante - viel quatscht, ohne jemals Klartext zu reden. Sein Musiktheaterdebüt entpuppt sich bei genauer Betrachtung als ein Schießen in alle Richtungen, eine Ansammlung von Verzweiflungstaten und Ratlosigkeiten. Gleich zu Beginn wird das Licht wieder angeknipst, Guglielmo und Ferrando - wow, wir sind gemeint - schleichen durch den Saal und finden sich auf der Bühne bei Don Alfonso ein, was wiederum ein Grüppchen aus der Rokoko-Epoche beobachtet, also quasi wieder wir, nur viel, viel früher halt. In Abständen, wenn gerade mal nicht an der Rampe gesungen wird, taucht ein kleines Mädchen auf, um uns daran zu erinnern, dass Fiordiligi an ihrer Kindheit zu knabbern hat. Es dreht sich aber auch ein bisschen um die verschiedenen Spielarten von Liebe, um Sadomasochismus, um Flora und Fauna, Frau und Umwelt und um eine sich permanent selbst umkreiselnde Gesellschaft, vermutlich unsere.'' schreibt Heiko Schon am 26. September 2016 auf KULTURA-EXTRA
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