4.4/5
Bewertungen: 8
Rezensionen: 3
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Großartige Stimmen
  · 03.12.18
''Alex Esposito in den vier Schurkenrollen ist ein schwarzgewichster, gelegentlich knarziger Bass-Bariton, der sich phantastisch entwickelt hat. Besser als jemals: Jörg Schörner als Spalanzani, nicht nur weil aussieht wie Gene Wilder in "Frankenstein Junior". Einzige, leichte Schwachstelle: Daniel Johansson in der Titelrolle (allerdings von der Regie vernachlässigt). Er singt zu heldisch – und ist parallel tatsächlich als Lohengrin angekündigt.

Passt allerdings zum großformatigen Dirigat von Enrique Mazzola. Er verweigert die Opéra-comique, um gänzlich auf Grand-opéra zu setzen. Das mag den Größenverhältnissen des Hauses entsprechen, ist aber trotzdem falsch. Führt anfangs zu schleppenden Tempi, im Gestus zu feierlich.

Dennoch: Ein Überraschungserfolg, der eigentlich nicht verwundern müsste. Die Inszenierung gehört zu den erfolgreichsten Reise-Produktionen der letzten 50 Jahre. Der Regisseur mit Team war da und hat nachgefrischt. Es ist: Opernmuseum – der Moderne.'' schreibt Kai Luehrs-Kaiser auf kulturradio.de
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