4.4/5
Bewertungen: 8
Rezensionen: 3
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1 von 1 Personen fanden die Kritik hilfreich
Musenfalle
  · 02.12.18
''Die Aufführung dauert 4 Stunden, und sie fußt auf einer bis dahin nicht allzu oft gespielten "Langfassung", in der - was ohrenscheinlich und daher auch überraschend ist - zig Nummern neu erfahrbar sind, die man bis da noch nie gehört zu haben meinte; und obgleich ich wieder mal Dapertuttos düster-schöne Spiegelarie sehnsüchtig vermisste... (...)

Daniel Johansson / Irene Roberts taten dieses künstlerische Siamesenhaftigsein zwischen der Muse und dem Künstler zwangsläufig veranschaulichen. Die drei Kunstfiguren (aus und in dem Hoffmannhirn) waren mit Sopranistin Cristina Pasaroiu gestalterisch und selbstverständlich auch gesanglich toppbesetzt!!! Alex Esposito verkörperte den Teufel, welcher (v.a. als Coppéllius, als Miracle, als Dapertutto) im Künstler wühlt und wühlt und wühlt, um ihn letztendlich - und in böser Absicht - von der "wahren Liebe" abzuhalten. Enrique Mazzola war ein Ideal-Garant dafür, dass kraft seines umsichtig-passgenauen Kapitänsgsgeschicks der hochgrandios besetzte Hoffmann-Dampfer wetterunabhängig bis ans Ziel geriet - Chor & Orchester der Deutschen Oper Berlin überboten sich da gegenseitig mit schier ausgleichender Urgewalt. Superb.'' schreibt Andre Sokolowski am 2. Dezember 2018 auf KULTURA-EXTRA
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