Kritik zuMedea
2.8/5
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Aida in Korinth
  · 08.10.18
''Große Gefühle, größte Manifestationen allergrößter Leidenschaften waren angesagt und schrien förmlich nach zur Tat werdendem Bühnenrealismus - groß, größer, am allergrößten... Also her mit ihr, der aller-allergrößten Opernstarin, die es aktuell so gibt, also angeblich: Sonya Yoncheva gastierte als Medea! 

Sie steigert sich von Mal zu Mal; ihr vollmundiger Mezzo greift im Raum, ihr sängerisches Selbstbewusstsein hat schon Glut, ihr Sound ist warm, ihr Lautpegel nach oben offen... Keine/r der Besetzungsliste, die/der ihr das Wasser reichen kann! (Vielleicht noch Marina Prudenskaya, deren fagottbegleitete Neris-Arie vom "Ach, wir werden unsre Schmerzen teilen" gänsehautmäßig berührt.)

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Cherubini ist nicht unbedingt das Fach, womit sich Barenboim besonders auszukennen scheint - die Staatskapelle Berlin folgt seinen Wunschvorstellungen entsprechend irritiert; wahrscheinlich wären diesmal Mark Minkowski oder René Jacobs, beispielsweise, die bedeutend bess'ren "Anwälte" gewesen. / Bis zur Pause hängt der Staatsopernchor(Einstudierung: Martin Wright) den Musikern oft hinterher. // Und Breth, die eigentlich mit "ihren" Opern meistens immer falsch beraten ist, zumindest in der Hauptstadt, muss sich ein paar Buhs gefallen lassen.'' schreibt Andre Sokolowski am 8. Oktober 2018 auf KULTURA-EXTRA
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