Kritik zuMacbeth
3.9/5
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  · 18.06.18
''Kupfer siedelt die blutrünstige Geschichte in "neutraler" Neuzeit an, und auch die angelsächsische Dramatis personae bekommt "verallgemeinernd" operettenartig anmutende Uniformen, wie sie allerorten von selbstanmaßenden Potentaten aufgetragen werden könnten; der Kostümbildner Yan Tax gefiel sich da in der Bevorzugung der "Farben" schwarz und weiß; ja und Hans Schavernoch ließ seine Bühne abwechselnd von oben nach unten und retour fahren, wobei man dann bei der Gelegenheit einen Totaleindruck von den hydraulischen Ermöglichungen in der Staatsoper bekam; der Videokünstler Thomas Reimer tat zudem hochauflösende Hintergründe visuell verlauten, wo der eine oder andere Kriegsschauplatz (Explosionen, Brände, schwarze Rauchsäulen etc.) aber auch altschottisches Ruinengemäuer oder Flughafen bei Nacht zu sehen waren. 

Barenboim nun tat die so wie immer exquisit spielenden MusikerInnen der Staatskapelle Berlin sehr temporeich und ziemlich lautstark anheizen - ein Klangteppich wurde sohin erzeugt, der keine Langeweile für die Ohren zuließ; ähnlich "turbulent" bekam man es schon in 2015 zu Gehör, als sich Domingo angelegentlich der Wiederaufnahme der vorherigen Macbeth-Inszenierung Peter Mussbach's in die Titelrolle weltpremieremäßig einsang. '' schreibt Andre Sokolowski am 18. Juni 2018 auf KULTURA-EXTRA
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