3.5/5 Insgesamt 8 Bewertungen (3 mit Rezension)
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Die Schauspieler - unter ihren Möglichkeiten
  · 14.06.18
''Der Wiener "Jedermann" ist mit den Burg-Schauspielern prominent besetzt: Mavie Hörbiger spielt den Mammon, Katharina Lorenz Jedermanns Frau und Markus Hering die Titelrolle. Allerdings bleiben sie alle unter ihren Möglichkeiten, wirken eher blass und kommen einem in ihren allegorischen Rollen nicht wirklich nah. Vor allem Markus Hering hätte als eiskalter Banker schärfer, brutaler sein dürfen, weniger brav. 

In der zweiten Hälfte, wenn's ans Sterben geht, nimmt die Inszenierung dann aber deutlich an Fahrt auf. Auch der Stücktext wird hier böser, ironischer, frischer. Wie Hering zum gebrochenen, depressiven Todgeweihten mutiert und Barbara Petritsch als schwarze Gevatterin eine Predigt über das Sterben hält, das von unserer Geburtsstunde an in uns steckt, kann einen das Erschrecken über die eigene Endlichkeit doch auch anfassen.

In der Neudeutung von Ferdinand Schmalz und Stefan Bachmann bleibt das Theater ganz moralische Anstalt. Den dazugehörigen erhobenen Zeigefinger mag man befremdlich und altmodisch finden – nichtsdestotrotz ist diese bildstarke, musikalische Inszenierung in all ihrer Symbolhaftigkeit im positiven Sinne aus der Zeit gefallen. Als werde hier ein uraltes Märchen, ein Gleichnis aus der Bibel erzählt. Auf den deutschen Bühnen kann man dem Schmalzschen Text allerdings keinen allzu großen Erfolg prophezeien – dafür ist der "Jedermann" dann doch zu sehr an die österreichische Dramen-Tradition gebunden.'' schreibt Barbara Behrendt auf kulturradio.de
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