Kritik zuEdward II.
3.3/5
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Aufgebahrte Schwulenikone
  · 20.02.17
''Kaum ein in Schwulenkreisen sattsam ausgelutsches und, wie man doch hoffen wollte, längsthin überkommenes Klischee wurde nicht ausgespart; die allgemeine Optik (auch mit vielen Mannsbildern in Frauenkleidern; Kreationen von Klaus Bruns) dacapoierte also alles Das, wofür Schwule von den Stinos allgemein dann so verachtet und gehasst und "ausgestoßen" wurden, sind und immer wieder werden - Christof Loy, der Uraufführungsregisseur, zitierte also, fast schon kindisch, alles Das, was man für "diese Kreise" halt so in Verbindung bringt. Das ist schon etwas armselig. 
Und trotz dass sich dann Thomas Søndergard, der Uraufführungsdirigent, die allergrößte Mühe gab, die meistens dauerexpressiv daherkommenden Scartazzini-Opernklänge (Vollorchestersound!) verhältnismäßig auszubremsen - nein, berühren tat das anderthalbstünde Werk (gewiss auch wegen seiner allzu vielschichtigen Nummern-Handlung, die vom Hundertsten ins Tausendste und hin und her zu driften/abzudriften schien) nicht sonderlich.'' schreibt Andre Sokolowski auf 20. Februar 2017 auf KULTURA-EXTRA
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