Kritik zuLe Prophète
3.6/5
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Der Prophet in den Banlieues
  · 27.11.17
''Drastisch ausgedrückt: Statt Tod, Verstümmelungen und Gewaltexzesse, welche allesamt als Folgen oder Kollateralschäden anarchistischer und/oder revolutionärer Auswüchse begreifbar sind, gewissermaßen vorzuführen, wird das Auge permanent mit schön-erotisch Anzuschauendem beglückt, verführt und also abgelenkt. Konkrete Zuspitzung erreichte dieser ballettöse Ästhetizismus durch die ganz in rotem Pufflicht stilisierte Sex-Soft-Orgie kurz vor Ende der Grand Opéra - - natürlich gafft man viel, viel lieber auf sich mit artistischer Verrenkung beim Geschlechtsakt (tänzerisch) verausgabende Nackedeis als sich womöglich ein abschließendes Privaturteil hinsichtlich eines "Kommentar(s) zur Revolution von 1848" zu machen. Erotik, Sex zieh'n allgemein hinan... 

Allein die Bühne von Pierre-André Weitz mit ihren angedeuteten Banlieues verwies dezent darauf, was hätte möglich sein können, wenn Le Prophète in dieser Richtung konsequent realisiert worden wäre; Punkt. 

Chance vertan, und zwar total.'' schreibt Andre Sokolowski am 27. November 2017 auf KULTURA-EXTRA
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