Kritik zuDas Kalkwerk
3.7/5
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Studie über einen Besessenen
  · 02.10.16
Das Finale ist ein Exzess, aus dem Schauspieler Felix Römer alias Konrad paniert hervorgeht. Trunken wälzte er sich auf dem Boden durch Mehl, Eigelb und Semmelbrösel. Es ist ein Mords-Spektakel, das am Ende dieser Kalkwerk-Inszenierung steht: Protagonist Konrad tötet darin seine Gattin, die sich in weißem Schleppenkleid und Wolken aus Gesichtspuder in vergangene Zeiten zurückträumt. Nach verübtem Mord aber muss Konrad einsehen, dass es eigentlich sein Ego war, welches er hat vernichten wollen.
Philipp Preuss enthüllt in seiner gelungenen Bühnenadaption von Thomas Bernhards Roman Das Kalkwerk das Dilemma Konrads, der an seinem eigenen Anspruch scheitert (Dramaturgie: Maja Zade). Das berührende Ein-Mann-Stück feierte am 15. September in der Schaubühne am Lehniner Platz Premiere. Weiterlesen →
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