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Bewertung und Kritik zu

SEUCHE
von Giorgi Jamburia & Lars Werner
 
Regie: Fabian Gerhardt 
Premiere: 30. Juni 2018 
Theaterdiscounter Berlin

Zum Inhalt: Manchmal kann etwas geschehen, was größer und schrecklicher ist, als alles was zuvor war. SEUCHE beschreibt, wie die Menschen einer modernen Stadt auf den Einfall der Seuche reagieren – und sich damit arrangieren.
Ausgehend von Recherchen zum Thema entwickelt Regisseur Fabian Gerhardt zusammen mit Studierenden des 3. Jahrgangs Schauspiel der UdK eine ganz eigene Stück-Welt, die durch den Einbruch der Seuche und das Dogma der Isolation geprägt ist. Die Autoren Giorgi Jamburia und Lars Werner – beide vom Studiengang Szenisches Schreiben der UdK – nehmen die szenischen Proben als Grundlage für das neu entstehende Theaterstück SEUCHE, das am TD zur Uraufführung kommen wird.

Mit Zainab Alsawah / Paulina Bittner / Manuel Bittorf / Linda Blümchen / Franziskus Claus / Ruby Commey / Robert Flanze / Tim Freudensprung / Bineta Hansen / Maximilian Schimmelpfennig

Regie: Fabian Gerhardt
Regieassistenz: Lena Plumpe
Musik/Ton: Johannes Tuchelt
Bühne: Nina De Ludemann
Kostüme: Sophie Peters


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0 von 0 Personen fanden die Kritik hilfreich
Wie reagieren moderne Gesellschaften auf den Ausbruch einer Seuche?
  · 03.07.18
''Junge Schauspieler also, auf die man sich durchaus freuen kann. Was allerdings nicht bedeutet, dass der Abend ganz gelungen wäre. Im Zentrum steht deutlich die Aufgabe, die Spieler zu präsentieren: Jeder bekommt gleich viel Text, jeder darf zeigen, was er kann. Das Stück selbst aber bleibt ohne Klimax – auf zwei Stunden wird das dann recht zäh. Inhaltlich kann der Text nicht überzeugen, dafür ist die Auseinandersetzung mit dem Thema zu oberflächlich: die einen fliehen, die anderen nehmen Drogen, die Dritten sterben in Freundschaft – diese Aufteilung und Deutung gerät dann doch zu banal und flach.

Zudem wird erkennbar, dass die Produktion ohne Dramaturg gearbeitet hat. Nicht, dass Dramaturgen heute am Theater noch viel zu sagen hätten, doch es hat spürbar jemand gefehlt,  der die Geschichte festzurrt, der die dramaturgischen Widersprüche und Leerstellen beseitigt. Da die Autoren allerdings den Text zu verwerten hatten, den ihre Schauspielkollegen mit der Regie entwickelt haben, waren sie wohl auf bestimmte Abläufe festgelegt. Um der Schauspieler Willen geht das dann auch durchaus in Ordnung.'' schreibt Barbara Behrendt auf kulturradio.de
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