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Bewertung und Kritik zu

SAYONARA TOKYO 
Geishas! Tamagotchis! Edelweiß!
Regie: Stephan Prattes
Premiere: 19. Juli 2017
Wintergarten Berlin 

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KARTEN ONLINE BESTELLENZum Inhalt: Diese Japan Varieté Revue ist ein aufregender Mix aus exotischer Musik, schillerndem Entertainment, verblüffender Artistik, originellem Gesang und modernem Tanz aus dem fernen Japan und ein wahrgewordener Traum für die Stylisten Susanne Burkhardt und Brian Grosen wie auch für den Regisseur und Bühnenbildner Stephan Prattes.

Die faszinierende Mischung aus Kostüm und Kulisse, japanischer Kultur und Lebensart, Kuriositäten und Kontrasten, Musik und Akrobatik hält viele Sinnesreize bereit und macht SAYONARA TOKYO zu einem überwältigenden und überragenden Event, das den ganzen Abend lang betört und das Herz erfüllt. Mal visuell imponierend und prahlend, mal schlicht und einfach wunderschön, und immer wieder mit neuen Überraschungen.

Regie: Stephan Prattes
Musikalische Leitung: Jo Roloff
Choreografie: Hakan T. Aslan
Regie- und Bühnenbildassistenz: Sascha Röder

Trailer „Sayonara Tokyo“ - Wintergarten Berlin




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4.5/5 Insgesamt 4 Bewertungen (3 mit Rezension)
oh, alles so schön bunt hier! als die schwarzen deko-vorhänge endlich fielen bekam das kleine frollainwunder in mir riesengroße kulleraugen. stephan prattes hat ein kolossales kitschreich installiert und lässt den nostalgischen frühling-sommer-herbst-und-wintergarten in farbe und grafik explodieren mit mangas, computer-spielfiguren, pokemons, drachen, wolkenkratzern. prattes, anfang 40, ein wiener regisseur und bühnenbauer in berlin, verpasste schon den shows der geschwister pfister den putzigen schmäh, und kann und will bei jeder produktion, an der er beteiligt ist, glücklicherweise seine fantasie nicht bremsen. bei der aktuellen jubiläumsproduktion (25 jahre glitzerwinterwundergarten) „sayonara tokyo“ geishas! tamagotchis! edelweiß! bis 11. februar 2018. führt er auch die regie und das show-gesamtpaket macht überfröhlich und das hyperherzl flirrt. es koketten kess durch den abend die showgirls yoko, nancy und heidi (natürlich blond). mit singsang, showtreppchen und charmanter moderation verzuckert das japanisch-deutsch-amerikanische püppitrio den verspielten revue-traum. sixties popsongs mit japan-bezug (u.a. „mitsou“ von jacqueline boyer, „nagasaki boy“ und „bye bye yokohama“ von den peanuts) amüsieren wie zu nostalgischen öffentlich-rechtlichen-fernsehzeiten. prattes lässt aber auch „hiroshima“ von wishful thinking/sandra als melancholischen rockklassiker und „big in japan“ von alphaville interpretieren, vom american girl im leder-dress. von knallbunt zu melancholisch und zurück. die regie lässt keine emotionen aus und so bleibt der spannungsbogen elastisch.
silberhaar-senior takeo ischi, jodelnder japaner aus dem chiemgau, übernimmt die rolle des entertainers, gackert kultig zu an der digitalwand hüpfenden tamagotchi-küken und kann auch den smarten karel gott mit japanischem pop und wehmutsballaden. die live-band um jo roloff ist gelassen routiniert und hält den durchgeknallten japan-trip professionell zusammen.
yo-yo-spieler und weltmeister naoto gibt den jungenhaften spiele-nerd mit der rutschenden brille. da staunen auch kichernd die niedlichen manga-mädchen in den schulkostümen und die supercoolen boys breakdancen. die vier von tokyo jumpz lassen die schulhof-hopserei mit ihren seilen zu einer wettbewerbsdisziplin werden und das federleicht. definitiv die superhelden (wie supermario) jedes kindes! arisa ist die ästhetische akrobatin an tuch, ring und in der welt der grazilen geisha. herr senmaru im kimono balanciert teekannen auf einem stöckchen und trommelt später schwebend, like a samurai. möglich macht das uli-k, ein höflicher industrieroboter, der die künstler trägt und dreht, eben zur trommelfläche wird oder einen ball balanciert.
oh wer tappst denn da herein? die welt der bunten tamagotchis, winke- und doraemon-katzen wird menschengroß und spielzeugland-allerliebst. winke winke von den maskottchen! aber japan ist auch kirschblüte, zinnoberrote sonne, fujiyama und traditioneller gesang zur wehenden flagge. mit „sayonara tokio“ hat sich berlins schönstes variete-theater eine umwerfende exotische revue geschenkt und uns gästen einen zauberhaften abend.  
ein weiteres wow erlebt man, wenn man das sanitär aufsucht und in die architektonische fantasiewelt von hutdesignerin fiona bennett hinabgleitet auf der hellen wendeltreppe.
wintergarten, zaubergarten, kitschparadies – berlins zentrum der kinderträume und erwachsenen-sehnsüchte!
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Kitsch! Der allerschönste Kitsch!
  · 18.10.17
Da hat das Wintergarten Varieté sich wieder einmal selbst übertroffen. Und hat den absoluten Varieté Sommerhit gelandet! Selbst als abgebrühtester Kulturfreak von Berlin, wenn man schon alles mögliche und unmögliche gesehen hat, kann man eben trotzdem immernoch überrascht werden!
Bei der neusten Showsensation im Wintergarten ist alles anders, das merkt man schon, wenn man den Saal betritt. Da wurden keine Kosten und Mühen gescheut, um den traditionsreichen Theatersaal mit dem glitzernden Sternenhimmel in eine quietschbunte mangaeske Märchenwelt aus Drachen, Tempeln und Nintendo zu verwandeln. Und die reizenden Servicedamen sind in traditionelle Kimonos gewandet und servieren  (natürlich) Sushi und andere japanisch inspirierte Speisen. Man fühlt sich als Gast also prompt in den fernen Osten verpflanzt und kann mit Leib und Seele hineintauchen, in die Japan Varieté Show „Sayonara Tokyo“. Die drei Sängerinnen Yuri Yoshimura (Japan), Gina Marie Hudson (USA) und Jacqueline Macaulay (Deutschland) stolpern mit den Zuschauern gemeinsam mitten in eine schrille Tour durch das moderne Japan. Es gibt Sake und Reis in einer kleinen Garküche und der „Kellner“ Senmaru jongliert derweil mit echten Keramikteekannen auf einem dünnen Stab.
Arisa Meguro verbiegt sich für uns graziös auf dem Boden und an den Strapaten, Naoto spielt so rasend schnell mit seinem Jojo, dass man mit den Augen kaum folgen kann und die Tokyo Jumpz springen derart artistisch Springseil, wie man das früher auf dem Schulhof wohl kaum hinbekommen hätte. Alles fließt mit den Gesangseinlagen der drei Damen, die immer das Thema Japan haben (wer hätte gedacht, dass es so viele Songs mit und um Japan gibt) zusammen in ein rasantes, witziges und farbenfrohes Bild, als wäre das Tokyoter Vergnügungsviertel Shibuya plötzlich mitten in Berlin neu entstanden. Lebensgroße Winkekatzen und Pokémon trudeln ebenso auf die Bühne wie Mädels in schrillen Lolitaoutfits. Und als ganz besonderer Stargast  kommt dann auch noch Takeo Ischi dazu, ein japanischer Jodler! Wem das jetzt langsam zu merkwürdig wird, dem kann ich nur sagen, es passt! Es passt alles absolut perfekt zusammen und ergänzt sich ganz hervorragend! Niemand braucht Angst zu haben, plötzlich im Musikantenstadl zu sitzen. Stattdessen bekommt man ein schrillbuntes Gesamtabbild des modernen Japan zu sehen, mit allen möglichen Klischees und liebenswerten Besonderheiten. Hauptaugenmerk liegt dabei in dieser Show nicht auf der Artistik, sondern bei Musik und Gesang, sowie bei der Ausstattung. Denn die Kostüme und die Bühnenausstattung sind sicher ein wahrer Traum für alle Beteiligten! Wer also Lust hat, mal etwas ganz anderes zu sehen und zu erleben, weit ab der üblichen Shows, einen Kurztrip nach Japan zu unternehmen sozusagen, dem kann ich die nagelneue Show im Wintergarten nur ans Herz legen! Allein das Drumherum, die liebevolle, verschwenderische Deko in allen Räumen des Hauses  und die passend arrangierte Speisekarte machen den Besuch der Show schon zu etwas ganz Besonderem.  Dazu die ungewöhnliche, meisterhaft vorgetragene Musik (Jodeln ist vielleicht nicht jedermanns Sache, aber eindeutig eine Kunst für sich!) und die wunderbaren Kostüme!
Die Tanzgruppe, bestehend aus Annakanako Mohri, Keiko Morijama, Yoriko Maeno und Yuri Shimaoka, zeigt modernen Tanz, schlägt aber auch eine Brücke in die Vergangenheit, wenn eine Tänzerin in langherabfallendem Kimono und unter einem filigranen Sonnenschirm lustwandelnd sich plötzlich in eine schicke Japanerin des Jahres 2017 verwandelt.
Insgesamt war ich unheimlich beeindruckt von der schieren Fantasie und Vorstellungskraft der Macher von „Sayonara Tokyo“. Sie haben es geschafft, eine vollkommen neue Welt auf der Bühne zu schaffen, aus Kostümen, Deko, Gesang, Musik und Artistik und nehmen den Zuschauer mit auf eine bunte Kitschreise, wobei ich Kitsch als Kompliment meine!
©Nicole Haarhoff
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Zu seinem 25. Geburtstag präsentiert der Wintergarten Berlin seit dem 12. Juli 2017 eine außergewöhnliche Show, in der sich alles um das Thema „Japan“ dreht. 
Am Samstag, den 29. Juli 2017, gingen auch wir auf eine Reise ins Land der Kontraste und des Lächelns und wurden Zeuge eines bis ins kleinste Detail durchdachten Konzeptes.
Unsere Reise begann im Foyer, wo überall rote Lampenschirme hingen und japanische Musik im Hintergrund lief. Nachdem wir unsere Reisetickets eingelöst haben, wurden wir von einer in einem Kimono gekleideten Servicekraft zu unserem Platz, einem Tisch in der zweiten Reihe, geführt. 
Aber eine Reise in ein fernes Land funktioniert natürlich nicht ohne die Entdeckung der kulinarischen Köstlichkeiten des Gastgeberlandes. Dies hat auch der Wintergarten Berlin verstanden und serviert deswegen zur Show verschiedene japanische Speisen.

Nachdem uns eine Wasabi-Butter mit einem Brotkorb gebracht wurde, freuten wir uns schon auf unsere Vorspeisen. Als bekennende Sushi-Liebhaberin entschied ich mich natürlich für den Vorspeisenteller „Onigri meets Maki“ für 11,50 Euro: Reissnack - Lachs-Wasabi und Lachs-scharfe Pflaume – im gerösteten Nori-Algenblatt, Maki (Paprika, Gurke, Rettich) und Inside Out, serviert mit einer Sojasauce, Ingwer und Wasabi. Meine Begleitung wählte den Wakamesalat mit Garnelen für 13,50 Euro (Wakamealgen abgeschmeckt mit Ingwer, Koriander und Chili, dazu gerösteter Sesam und Tempuragarnelen). Beide Vorspeisen schmeckten vorzüglich.
Zum Essen wurden wir von einer traditionellen Live-Musik begleitet und auf die kommende Show eingestimmt, die gleich nach unseren japanischen Hauptspeisen begann: Ich aß eine mit Sojasauce gelackte Hühnchenbrust auf Reisnudeln mit Wokgemüse für 17,50 Euro, eine perfekt abgeschmeckte Hauptspeise. Meine Begleitung orderte das Gericht „Gyudon“ für 17,50 Euro (karamellisierte Rindfleischstreifen, gebraten mit Lauch und Sesam, serviert auf Reis mit Koriander und einem Spiegelei) – eine zu empfehlende Hauptspeise.
Um 20 Uhr konnten wir dann gesättigt und gestärkt die farbenfrohe Welt der neuen Show des Wintergarten, „Sayonara Tokyo“, nach der Regie von Stephan Prattes und unter der musikalischen Leitung von Jo Roloff, entdecken. Unsere Reiseführerinnen waren drei bezaubernde Sängerinnen: Yuri Yoshimura (Japan), Jacqueline Macaulay (Deutschland) und Gina Marie Hudson (USA), die den ganzen Abend japanisch- und englischsprachige Hits zum Thema „Japan“ zum Besten gaben. Dabei waren sie sowohl elegant, verführerisch oder als Mangas auf der Bühne gekleidet. 
Zu den Liedern des Abends gehörten Hits wie ''Big in Japan'' der Band Alphaville, ''Hiroshima'', eine Ballade des britischen One-Hit-Wunders Wishful Thinking, oder die Titelmelodie des Nintendo-Konsolen-Klassikers ''Super Mario''.

Über zwei Stunden lang erlebten wir ein exotisches, spannendes und exzentrisches Japan mit Pokémon-Figuren, Fernsehshows und deren begeisterten Fans, übergroßen Trommeln, Drachen und Anime-Helden. Und wem das alles nicht verrückt genug war, der wurde bestimmt von dem japanischen Jodler, Takeo Ischi, umgehauen, der uns Unterschiede zwischen dem österreichischen, schweizerischen und amerikanischen Jodeln näher brachte.
Natürlich durften auch in dieser Show des Wintergarten keine talentierten Artisten fehlen. Mein Gänsehautmoment an diesem Abend war der Geisha-Tanz der Akrobatin Arisa Meguro, die grazil mit ihrem weißen Schirm tanzte und sich zum Lied „Big in Japan“ von den Zwängen ihrer Geisha-Rolle befreite. Ein Moment, der mir Tränen in die Augen trieb und auch bei den anderen Zuschauern Jubelrufe hervorlockte!
Aber auch weitere Artisten sorgten für eine hervorragende Unterhaltung: der exzentrische Jongleur Senmaru, der mit dem Jojo spielende Naoto und die „Super Mario“-Tanztruppe, die Tokyo Jumpz, die mit ihrem Springseil rasend schnell sprangen und tanzten.
Nach zwei Stunden war leider diese schillernde Show zu Ende und wir brauchten ein wenig, um die vielen verschiedenen Eindrücke dieses Abends zu realisieren.
Mein Fazit: „Sayonara Tokyo“ ist eine originelle und schillernde Show, die die Tradition und Moderne Japans verblüffend gut vereint. Wer diese künstlerische und gesangliche Extravaganz selbst erleben und auf eine Reise in ein atemberaubend interessantes Land voller Kontraste gehen möchte, der kann dies bis zum 11. Februar 2018 im Wintergarten Berlin tun.


© E. Günther

Falls dieser Artikel dein Interesse geweckt hat, dann kannst du auf meiner Blogseite Mein Event-Tipp Artikel zu weiteren Shows lesen: Facebook und Homepage ... Viel Spaß dabei :)
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3.3
Durchschnittsnote aller Stücke
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4 1157+
3 1007+
2 597+
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Kritiken: 1496

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