Bewertung und Kritik zu

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UNDERGROUND 
nach dem gleichnamigen Film
Regie: Peter Atanassow
Premiere: 12. September 2018
Gewölbekeller der ehemaligen Königstadt-Brauerei, Berlin
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Zum Inhalt: "Underground" von Emir Kusturica erzählt die über mehrere Jahrzehnte andauernde Freundschaft zweier Gauner: Marko und Blacky. Sie genießen das Leben in Belgrad und lieben beide die berühmte Schauspielerin Natalja. Als die deutsche Wehrmacht 1941 einmarschiert, treten sie in die Kommunistische Partei ein und beschaffen durch ihr „Handwerk“ die nötigen finanziellen Mittel für den Widerstand. Während Blacky in den Untergrund geht, um dort die Waffenproduktion zu leiten, leitet Marko den Handel der Waffen oberirdisch weiter – auch nach Ende des Krieges. Denn Marko hält Blacky im Untergrund im Glauben, der Zweite Weltkrieg ginge immer weiter. Es entsteht eine unterirdische Kolonie, in der ausgiebig gefeiert und gelitten wird. Durch Zufall gelangen Blacky und sein Sohn Jowan schließlich 1991, mitten im Balkankrieg, wieder ans Tageslicht.
aufBruch verknüpft in dieser Theaterproduktion Motive des Kusturica-Films mit Szenen aus Maxim Gorkis "Nachtasyl". In der Enge des existenziellen Untergrundes prallen sie aufeinander: Liebe und Hass, Religion und Unglaube, Lust und Leid, Solidarität und Egoismus. Das ergibt eine bizarre Szenenfolge über den Irrwitz von Geschichte, über jene grausamen, auch grausam komischen Verwechslungen von Realität und Fiktion, von Lebensideal und Lebenslüge.
Das aufBruch-Ensemble aus ehemaligen Inhaftierten, Freigängern, SchauspielerInnen und Berliner Bürgern sowie vier Musikern spielt im unterirdischen Gewölbe der ehemaligen Königstadt-Brauerei in Prenzlauer Berg. Im Zweiten Weltkrieg wurden dort im einstigen Eiskeller Bauteile für V-Waffen produziert. Realer Berliner Untergrund wird zur Bühne für ein Spiel um Grenzen und Sehnsüchte, die viel mit dem Erfahrungsraum des Gefängnisses zu tun haben.

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MÖCHTEN SIE NOCH? NEIN DANKE!
Regie: Lars Georg Vogel
Premiere: 6. September 2018
Theater Thikwa Berlin

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KARTEN ONLINE BESTELLENZum Inhalt: Hilfe! Hilfe! Ach so, Finanzhilfe! Darauf ein Chopin-Prelude. Und der Kongress-Dozent hatte im übrigen eine eklige Narbe am Kinn. Am fein eingedeckten Tisch, umgarnt von Servierpersonal, debattiert eine seltsame Dinnergesellschaft. Zu perlenden Klavierklängen gibt es ungepflegte Konversation zu den richtigen Themen. Alles in komplett falschem Timing. 
Im Setting bürgerlichen Daseins mit all seinen Schrecklichkeiten agieren Menschen, die klassische Rollenmodelle auf keinen Fall erfüllen können. Sie sitzen im Rollstuhl oder sind beim Parlieren auf Hilfe angewiesen. Macht sie die eigene Unkonventionalität immun gegenüber dem Krampf der Norm? Oder gibt es beim Bad im Drachenblut der Spastik Lücken in der Schutzhülle, durch die ein Bemühen, sich anpassen zu wollen, passen zu wollen und nicht unpassend aufzufallen doch Eingang findet? Ein traumhaft abgründiges Gesellschafts-Impromptu, das lustvoll Konventionen vom Silbertablett stößt.

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DIE ITALIENERIN IN LONDON
von Domenico Cimarosa
Regie: Oliver Trautwein 
Premiere: 11. August 2018 
Festival Schloss Britz
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Zum Inhalt: „Adel verpflichtet“ weiß Seine Englische Lordschaft, dem die Eltern die Heirat mit einer Italienerin verboten haben. Während der blasse Aristokrat noch trostlos in seiner Teetasse rührt und in die Themse springen will, ist ihm die heißblütige Braut kurzentschlossen nachgereist. Geld hat sie keins und einen Plan hat sie auch nicht, aber als sie im universellen Schmelztiegel der Metropole London auf kuriose Typen trifft, kommen die Intrigen wie von selbst ins Rollen. Eine beherzte Wirtin und ihre beiden Stammgäste – ein mediterraner Abenteurer und ein holländischer Geschäftsmann – helfen der schönen Livia, das blaue Blut ihres Lords in Wallung zu bringen. Aber auch sie gehen aus der Multi-Kulti-Begegnung verändert hervor...

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DER SOMMERWACHTRAUM
von Johannes Galli
 
Premiere: 11. Juli 2018 
Galli Theater Berlin

Zum Inhalt: Gabi wird wieder mal von ihren Sehnsüchten und Träumen in den Süden gezogen. Nach einer abenteuerlichen Autofahrt nach Italien trifft sie am Strand ein furchtloses Männertrio: den leidenschaftlichen Luigi, den Intellektuellen Alfred und den gefühlvollen Jojo, die ihr den Kopf verdrehen. Am Ende beherrscht eine einzige Frage das ganze Strandgeschehen: Für wen wird sich Gabi entscheiden?

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SEUCHE
von Giorgi Jamburia & Lars Werner
 
Regie: Fabian Gerhardt 
Premiere: 30. Juni 2018 
Theaterdiscounter Berlin

Zum Inhalt: Manchmal kann etwas geschehen, was größer und schrecklicher ist, als alles was zuvor war. SEUCHE beschreibt, wie die Menschen einer modernen Stadt auf den Einfall der Seuche reagieren – und sich damit arrangieren.
Ausgehend von Recherchen zum Thema entwickelt Regisseur Fabian Gerhardt zusammen mit Studierenden des 3. Jahrgangs Schauspiel der UdK eine ganz eigene Stück-Welt, die durch den Einbruch der Seuche und das Dogma der Isolation geprägt ist. Die Autoren Giorgi Jamburia und Lars Werner – beide vom Studiengang Szenisches Schreiben der UdK – nehmen die szenischen Proben als Grundlage für das neu entstehende Theaterstück SEUCHE, das am TD zur Uraufführung kommen wird.

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VERLORENE LIEBESMÜHE
von William Shakespeare
Regie: Jens Schmidl 
Premiere: 12. Juni 2018
Shakespeare Company Berlin 
Freilichtbühne am Wasserturm im NATUR-PARK Schöneberger Südgelände
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Zum Inhalt: Zwischen Ferdinand, dem König von Navarra mit seinen zwei Hofherren Byron und Dumain einerseits und Isabelle, der Prinzessin der Frankreich mit ihren zwei Hofdamen Rosaline und Katharine andererseits entbrennt die Liebe gleich dreifach und auf die gleiche rasche Weise . Und dies, obwohl die Herren schworen, drei Jahre lang enthaltsam zu leben, um sich ihrer platonischen „Akademie im Kleinen“, ihrem Ruhm und der Unsterblichkeit zu widmen: Fasten und Studieren, statt Frauen und Völlerei! Der Plan scheitert an der Liebe. Zuerst verheimlichen die verliebten Männer den Eidbruch voreinander, doch als alles herauskommt, beschließen sie, die Damen zu freien. Auf einem Fest tauchen sie als Russen maskiert auf. Die ebenfalls maskierten Frauen haben die Geschenke der Männer vertauscht, so dass die Herren sich blamieren, weil sie der jeweils Falschen ihre Liebe gestehen. Natürlich ließe sich der Komödienschluss leicht erahnen, doch es kommt alles anders... Shakespeare verspottet die Mode der schwülstigen Wortspiele und literarischen Anspielungen und ist doch selbst in ihr gefangen. Die Natur als siegreiche Gegenspielerin wird von Byron ebenso hinreißend besungen, wie er die Unnatur des Akademie-Planes und der bombastischen und gezierten Sprache verspottet. Die Vieldeutigkeiten und schlagfertigen Dialoge werden durch das Konkurrieren um die besseren Pointen der saftigen Rüpel gewürzt. Nach den populäreren Stücken Shakespeares hat sich die Shakespeare Company Berlin diesmal eines eher selten gespielten Werkes des großen Autoren angenommen. Für die neue Inszenierung dieser „Komödie gegen die Planbarkeit“ arbeitet die Shakespeare Company Berlin wie gewohnt mit Livemusik, rasanten Rollenwechseln und ungezähmter Spielfreude. Die moderne Übersetzung von Christian Leonard lässt Shakespeares jahrhundertealten Wortwitz ganz heutig erscheinen und zeigt auf, wie fehlbar und verletzlich wir alle sind, wenn wir uns verlieben.

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DER THEATERKRITIKER
von Tobias Schwartz
 
Regie: Mareile Metzner 
Premiere: 9. Juni 2018 
Theater unterm Dach, Berlin
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Zum Inhalt: Tobias Schwartz’ bitterböses Porträt eines gefallenen - ehemals übermächtigen - Karrieristen wirft grundlegende Fragen nach der Korrelation von Macht, Trieb und Verantwortung in der Kunst auf. Mit ihrer übermütigen Zuspitzung ins Groteske leuchten metzner&schüchner tief in die bürgerliche Schmuddelecke, entlarven die Monströsität selbst ermächtigter (Scharf)Richter - die der Tatort Desktop derzeit epidemisch gebiert - und feiern gleichermaßen die Fülle der künstlerischen Ausdrucksweisen in der zeitgenössischen Theaterlandschaft. Eine tragikomische Hommage an deren Vielfalt nebst all ihren - aufklärerischen - Errungenschaften und ein aberwitziges Plädoyer für eine neue Kultur des Kritisierens.

Weiterlesen: Der Theaterkritiker

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REDDRESS – PEKKA KUUSISTO
The village musician
Premiere: 29. Mai 2018 
Pierre Boulez Saal, Berlin

Zum Inhalt: In einem überdimensionalen roten Kleid auf der Bühne des Pierre Boulez Saals liegend der Musik zuhören? Oder doch lieber das Gesamtkunstwerk vom Rang aus auf sich wirken lassen? Die Entscheidung überlassen wir Ihnen – unvergesslich wird das Musik- und Kunsterlebnis auf jeden Fall sein.

Der finnische Geiger Pekka Kuusisto und die südkoreanische Künstlerin Aamu Song lassen die Grenzen zwischen Musik, Bühne und Publikum verschwimmen, an je zwei Abenden mit elektronischer Musik und mit finnischer Volksmusik.

Weiterlesen: REDDRESS – Pekka Kuusisto

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3.3
Durchschnittsnote aller Stücke
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